Im März 2017 musste die Klosterkirche St. Maria in Gößweinstein wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Inzwischen wurden das Kirchenschiff stabilisiert, das Dach erneuert und die Außenrenovierung durchgeführt. So konnte nun erstmals nach der Kirchensperrung vor knapp drei Jahren wieder ein Gottesdienst zum Fest Mariä Lichtmess in der Klosterkirche stattfinden, auch wenn die Innenrenovierung noch bevorsteht. Allgemein gebräuchlich ist für das Fest Darstellung des Herrn die Bezeichnung Mariä Lichtmess. In vielen katholischen Kirchengemeinden wird dieses Fest mit Kerzenweihe und Lichterprozessionen gefeiert. In der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Gößweinstein strahlte in diesem Jahr ein weiterer Hoffnungsschimmer auf: Die mitten in der Restaurierung befindliche Klosterkirche St. Maria konnte erstmals wieder genutzt werden.

Innenraum stark verschmutzt

Die Freude wird allerdings durch den baulichen Zustand getrübt. Der Innenraum ist stark verschmutzt und die Risse der bisher durchgeführten statischen Sanierung überziehen das Deckengewölbe. Für die Fertigstellung der Sanierung des Innenraums wurde bislang die Genehmigung der Stiftungsaufsicht nicht erteilt. Die zur Nutzung erforderliche Grundreinigung wurde von Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarrei durchgeführt. Pfarrer Pater Ludwig Mazur ging dabei mit gutem Beispiel voran. In seinen einleitenden Worten zum Gottesdienst sinnierte Pater Ludwig, dass nach 40 Tagen das Licht von Weihnachten äußerlich vielleicht schon wieder etwas verblasst sei, in den Herzen sollte es aber immer noch leuchten.

Prozession zur Basilika

Nach der Kerzenweihe zog die Prozession mit brennenden Kerzen und Gesang von der Klosterkirche zur Basilika. Hier stellte Pater Ludwig das Verhalten der beiden Greise Simeon und Hanna heraus. Sie haben gewartet und gebetet. Als Geschenk durften sie mit dem Jesuskind den Christus, das heißt den Gesalbten, also den Retter der Welt, sehen, ja Simeon durfte es sogar im Arm halten. "Das Fest Darstellung des Herrn ist ein Fest der Erscheinung. An Weihnachten wird Gott in der Krippe Mensch, dann erscheint das Jesuskind den drei Weisen und heute den beiden Greisen", stellte Pater Ludwig das Fest in eine gemeinsame Reihe. Josef Geck trug die Lesung aus dem Buch Maleachi, die Fürbitten und nach der Kommunion eine Meditation vor. Georg Schäffner intonierte die Gesänge an der Orgel und stimmte die Liedverse während der Prozession an. Nach dem Gottesdienst erteilten Pater Ludwig und Gemeindereferentin Gudrun Zimmerer den Blasiussegen.

Spendenkonto

Damit die Innensanierung der Klosterkirche Gößweinstein durchgeführt werden kann, bitten Pfarrer Pater Ludwig Mazur und Kirchenpfleger Georg Lang um weitere Spenden. Für die Klosterkirche wurde ein Spendenkonto bei der Sparkasse Forchheim mit der IBAN DE43 7635 1040 0020 7142 18 eingerichtet. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. "Allen Spendern schon jetzt ein herzliches Vergelt's Gott", sagte Kirchenpfleger Georg Lang.