Zu einem stolzen Geburtstag soll es auch ein sinnvolles Geschenk geben. So jedenfalls dachte es sich Reinhardt Glauber, Vorsitzender der Elektrogenossenschaft Pinzberg. 150. Geburtstag feiert die Marienkapelle, deren Bau am Rande von Pinzberg 1867 begonnen und 1869 eingeweiht wurde. So ließ die Genossenschaft auf dem Gelände der Stiftung der Marienkapelle, dessen Eigentümer die Gemeinde Pinzberg ist, insgesamt 25 junge Hochstammbäume pflanzen. Sie sollen 17 verschiedene Apfelsorten und sieben Sorten von Birnen hervorbringen. "Wir wollen damit auch gleichzeitig etwas für die Umwelt tun", betonte Glauber, als er das Werk mit Vertretern von Gemeinde und Kirche begutachtete.

Wertvolle Ergänzung

Die Bäume sind eine wertvolle Ergänzung zum dünner gewordenen Bestand der noch vorhandenen Hochstämme. Eine künftige Tafel soll noch genauer Auskunft geben über die diversen Obstsorten, die hier zu finden sind. Es handelt sich um Streuobst, das ideal für Saft, an anderer Stelle auch für Brennereien, geeignet ist.

Seit dem Volksbegehren

Spätestens seit dem zurückliegenden Volksbegehren ist in der Diskussion nochmals bewusst geworden, wie wertvoll diese Bäume auch für die Tierwelt sind. Reinhardt Glauber teilte bei dieser Gelegenheit mit, dass der Kreisverband Forchheim für Obst- und Gartenbau, dessen Vorsitzender er ebenfalls ist, in der kommenden Woche eine mobile Mosterei bestellen wird. Sie soll ab 2020 den einzelnen Ortsverbänden zur Verfügung stehen. Bisher haben Kinder des Kindergartens bereits auf dem Gelände der Marienkapellenstiftung Obst gesammelt, das auswärts zu Saft für den Kindergarten verarbeitet wurde. Mit der mobilen Mosterei wird das künftig wesentlich anschaulicher für die Kleinen werden. Über die neue Obstanlage freuen sich bei der Besprechung vor Ort mit Reinhardt Glauber dessen Stellvertreter, Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU/BB), sowie der Vorsitzende des Stiftungsrates, Pfarrer Michael Gehret, und die Gemeinderäte Stefan Hack und Peter Deckert (beide CSU/BB).