Der bundesweit steigende Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder ist auch in Forchheim zu spüren. Damit mehr Kindergarten- und Krippenplätze entstehen, hat die Bundesregierung nun schon das vierte "Sonderinvestitionsprogramm" aufgelegt, um die Finanzierung neuer Plätze zu fördern. Für die Stadt Forchheim kommt das Programm zur rechten Zeit.
Bereits im Juli hatte Gabriele Obenauf (Leiterin des Amtes für Jugend, Bildung, Sport und Soziales) den Stadträten anhand jüngster Anmeldezahlen verdeutlicht, dass nicht alle Forchheimer Eltern ihre Kinder in Krippen oder Kindergärten unterbringen können.

Als Gründe dafür nennt Obenauf die vermehrten Zuzüge in Forchheim, die steigende Geburtenrate und die Zuwanderung. Daher sei sie erfreut darüber, dass die Träger jetzt "mehr Fördermittel abrufen können, auch wenn dadurch mehr Kosten für die Stadt entstehen".

Ermöglicht hat diese verbesserte Fördersituation der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Dort stellte Christoph Schulz (Mitarbeiter in der Finanzverwaltung) die Verbesserungen des neuen Bundesprogrammes vor. Demnach profitieren die Kommunen jetzt von einem veränderten Finanzausgleichsgesetz (FAG). Erhielt die Stadt bislang einen FAG-Satz von 50 Prozent, liegt er neuerdings bei 85 Prozent.

Wie Christoph Schulz betonte, würden durch das Programm "Investitionsanreize" geschaffen, um neue Kita-Plätze zu bauen. Ein Anreiz könnte die erhöhte Förderung aber auch für jene sein, betont Gabriele Obenauf, die Geld für eine Generalsanierung ihrer Einrichtung benötigen. Auch Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) ist dankbar für die verbesserte Bezuschussungsmöglichkeit: "Schließlich stehen wir im Wettbewerb mit anderen Kommunen. Die Träger gehen dahin, wo die Förderung hoch ist."

Die Nachfrage nach Krippenplätzen wachse, sagt Gabriele Obenauf. Gerade für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Zudem sei es schwierig, Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren unterzubringen, die "noch nicht in den Kindergarten und nicht mehr in die Krippe gehen", sagt die Amtsleiterin. "Vor allem im Osten und im Westen der Stadt wollen wir da nachlegen."

In etwa liege der Bedarf an Krippenplätzen bei 15 bis 20 Prozent. Bei Kindergartenplätzen müsste die Stadt um 5 bis 10 Prozent zulegen. Übrigens geht die Stadt bei diesem Thema mit gutem Beispiel voran und erweitert den Städtischen Carl-Zeitler-Kindergarten.