Auf vielen Fensterbrettla stehen momentan liebevoll verzierte Kürbisse. In den Kürbissen stehen häufig Teelichter. In meiner Kindheit wurden selten Kürbisse und viel mehr Rübengeister geschnitzt. Die waren zwar genauso schaurig-schön wie die heute verbreiteten Kürbisse, hatten ihren Ursprung aber in einer anderen Tradition. Die Rübengeister, die in Franken nicht so verbreitet sind wie in meiner Heimat Schwaben, sind ausgehöhlte Zuckerrüben, die wie die amerikanisch-fränkischen Kürbisse, mit Fratzen verziert werden.

Auch wir sind damals als Kinder durch die Straßen gezogen. Allerdings mit unseren Rübengeistern und nicht verkleidet. Es war eher eine Art Umzug mit leuchtenden Fratzen. Ein Brauch, der von Erntedank bis Sankt Martin gängig war.

Heute aber ist Halloween und auch wenn ich mich mit diesem Brauch nach wie vor nicht ganz anfreunden kann, ein gutes hat Halloween auch für mich: Es bietet einen guten Grund die Süßigkeitsvorräte zu Hause mal wieder aufzufüllen. Es könnte schließlich jemand an der Tür klingeln. Und falls nicht schmecken die Halloween-Süßigkeiten auf jeden Fall besser als die ausgehöhlten Zuckerrüben.