Jetzt hat auch Kirchehrenbach einen Kreisverkehr. Mitten im Neubaugebiet Hutweide, wo 45 Baurechte ausgewiesen sind.
Das Verkehrsaufkommen dürfte sich angesichts der verkehrsberuhigten Erschließung in Grenzen halten. Selbst Bürgermeisterin Anja Gebhard (SPD) wusste als Begründung für die Existenz des Kreisverkehrs keine andere Begründung als den Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates aus dem Jahr 2007. "So gesehen ist dieser Kreisverkehr eine Altlast, die ich übernommen habe", urteilt Gebhard.
Vor fünf Jahren war das einst weit großzügiger geplante Baugebiet von hundert auf 45 Baurechte zurecht gestutzt worden. Die abgespeckte Lösung verbindet die Straße "Zur Ehrenbürg" mit der Pfarrstraße. Eine direkte Anbindung an die Leutenbacher Straße war wegen mangelnder überregionaler Bedeutung von der Regionalplanung Oberfranken abgelehnt worden.
Dennoch beschloss der Gemeinderat damals, die Fahrzeuge aus der "Hutweide" über einen Kreisverkehr zur Oberköhrstraße abzuleiten. Bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes hatten sich Kirchehrenbacher gegen das "Karussell" ausgesprochen. "Überflüssig, zu viel Flächenverbrauch" lautete die Argumentation, die jedoch nicht gehört wurde. Mit Hinweis auf die Verkehrssicherheit sprach sich der Gemeinderat 2007 für die Realisierung des Kreisverkehrs im Wohngebiet aus.
Wie Bürgermeisterin Anja Gebhard (SPD) auf Nachfrage bestätigt, sind sämtliche kommunalen Bauplätze im Gebiet "Hutweide" bereits verkauft. Sie bedauert, dass das Baugebiet in unmitttelbarer Nähe zur Schule nicht größer gefasst worden sei. Die Nachfrage sei sehr groß.