Ein musikalisch hochstehendes und sehr abwechslungsreiches Programm erlebten die zirka 300 Zuhörer in der Mittelschule Ebermannstadt (Landkreis Forchheim). Eingeladen hatte der Musik- und Gesangverein (MGV) Ebermannstadt zum Sommerkonzert "singend und klingend um die Welt".

Das Jugendblasorchester Kirchehrenbach unter Leitung von Wojciech Grabietz eröffnete die musikalische Reise um die Welt mit "Musik ist Trumpf" und "What a Feeling", bevor die Musical Kids der Volksschule unter Kerstin Suft - sie hatte auch die Stabführung des Chores "Mixed Generation" inne - mit "Land der 1000 Träume" ihr Publikum begeisterten. Der Männerchor unter Siegfried Ceipek entführte mit "Morgen Mathilda" in den australischen Busch und schloss die irische Volksweise "Es klingt ein Lied" an. Im zweiten Teil sangen die Männer, begleitet am Klavier von Michaela Körber, aus der Zeit des Wilden Westens der USA ein Golden Western Medley und das tragisch-traurige Lied vom "Pferdehalfter an der Wand".

Danach brachte Paula Na gengast mit ihrer Akkordeongruppe "Rund um den Balkan" zu Gehör und lud mit "Donna Vatra" zum Tango nach Argentinien ein. Später war sie in Ungarn "im Pusztakeller" zu Gast. Waschbretter aus Uromas Nachlass als Rhythmusbegleiter waren als Funny Washboards - eine Spielart in den USA - dabei und riefen Begeisterung hervor.

Ebenso angetan waren die Gäste von der Einlage "das perfekte Drummer-Dinner": Madeleine Lohs zauberte mit drei jungen Männern und insgesamt acht hölzernen Kochlöffeln unden vier Beinen "eine kleine Tischmusik"; soll heißen einen "Trommelwirbel" auf Tisch und Töpfen, Kannen und Boden.

Zuvor entführte der Chor Mixed Generation mit "Evening Rise" in die amerikanische Indianerwelt. Gekonnt wurden durch Fingerschnalzen Regentropfen, durch Klatschen in die Hände und auf die Oberschenkel Regen und Monsun sowie durch Pfeifen Vogelstimmen imitiert. Alexander Ezhelev begab sich nun mit seinem kleinen aber feinen Frauenchor mit "Montana de Fuego" nach Spanien, mit "Chiquitita" von Abba nach Skandinavien und anschließend mit "Claba Yo Hand" nach Amerika.

Nochmals reiste Karin Suft mit ihrem Chor Mixed Generation in die Ferne und zwar mit "Breaking Deep It's to Do" und mit "Shosholoza" bis nach Südafrika. Zum Finale blies das Kirchehrenbacher Jugendblasorchester in die Hörner. Mit einem Wanderlieder-Potpourri ermunterte Dirigent Wojciech Grabietz die Zuhörer, kräftig mitzusingen.

Dass es letztendlich nach so einer musikalischen Weltreise daheim doch am schönsten ist, bewies das von den drei Chören des gastgebenden MGV als Chorgemeinschaft gemeinsam im Wechsel mit den Gästen gesungene deutsche Volkslied "Kein schöner Land in dieser Zeit". Das kurzweilige Zweistundenprogramm moderierten Ewald Schneegans, Elisabeth Herrmann und Beate Dorsch mit Manfred Eberle.