Der Bauausschuss reagierte am Montag erleichtert darauf, dass der Erlanger Bauträger Sontowski & Partner sein Konzept für die Wohnanlage in der Klosterstraße verändert hat.

Dort soll das Gemäuer und der Garten des Redemptoristenklosters in eine Wohnanlage umgewandelt werden.
Beim ersten Blick auf die Pläne hatten die Stadträte im Januar durch die Bank irritiert reagiert. Auch Gerhard Zedler, der Chef des Bauamtes, hatte von einem "mit Gebäuden vollgestopften Klosterhof" gesprochen und hatte von dieser "überzogenen Planung" abgeraten.


Städtebaulich verträglich

Der Erlanger Bauträger reagierte prompt und Zedler konnte dem Bauausschuss am Montag eine "städtebaulich verträglichere Lösung" präsentieren. Der östliche Gebäudetrakt der viergeschossigen Wohnanlage wird nun nicht verlängert; der zweite, nach Süden führende Bau, wird verkürzt.

Insgesamt ist die Gestaltung der Anlage nun so konzipiert, "dass die Klosterhof weitgehend erhalten und von Gebäuden eingerahmt ist", resümierte Gerhard Zedler die neue Planung.


Pflanzgarten

Es wird einen Heilpflanzgarten geben, einen Ruhehof - und die gesamte Anlage wird für die Öffentlichkeit begehbar sein.

Ihm sei es vor allem darum gegangen, "den Hof in seiner alten Form zu erhalten und erlebbar zu machen", zeigte sich Franz Stumpf (CSU/WUO) zufrieden. Markus Schmidt (CSU) sprach von einer "luftigen und lockeren Lösung" und Reinhold Otzelberger (SPD) sagte, dass der Klosterhof bislang ja nicht öffentlich zugänglich gewesen sei; folglich sei der Hof "künftig besser erlebbar". Diese Zugänglichkeit des Klosterhofes war auch für Sabine Dittrich (FGL) ausschlaggebend, um der Planung zuzustimmen.

Gegenüber der ersten Planung wird nun mehr Raum für Bäume in der Klosteranlage sein; die Zahl Wohnungen wurde auf etwa 50 reduziert.


Gefährlicher Verkehr

Als kritisch gilt weiter die Verkehrssituation. Die benachbarte Sparkasse kritisiert die Zu- und Abfahrt über die Dreikirchenstraße (gegenüber liegt der Parkplatz der Sparkasse). Es werde eine "Gefährdung der Verkehrsteilnehmer und eine Störung des fließenden Verkehrs" befürchtet.

Die Alternative wäre eine Zu- und Abfahrt über die Klosterstraße. Doch dagegen wendet sich das Stadtbauamt. Das Verkehrsaufkommen in der Klosterstraße sei "viel höher", gibt Bauamtschef Gerhard Zedler zu bedenken. "Das würde den Verkehr wesentlich negativer beeinflussen, als die Zufahrt über die Dreikirchenstraße."