"Mit Verlaub", fragt Meier, " was hat Tucher mit Forchheim zu tun?" Er verweist auf die Forchheimer Brauereien Brauhaus, Eichhorn, Greif, Hebendanz und Neder und meint: "O.K., man will ja keinen bevorzugen. Aber muss es gleich Tucher sein?" Er bittet um Aufklärung diesbezüglich.

Sponsoren müssen her

Simon Michael, der den Forch zusammen mit Katharina Hötzel ins Leben gerufen hat, kann erklären, warum nur ausgerechnet Tucher auf der Krone des Forchheimer Königs steht: "Kronen sind aus Gold und Kronen sind teuer. Da man in Forchheim aber kein Geld für Kultur übrig hat - und der Forch sieht sich selbst als Hochkultur - müssen eben Sponsoren her." Die Nürnberger Großbrauerei lasse ja nichts unversucht, auch Forchheimer Kehlen zu benetzen. So sponserte sie 2010 die Übertragung der Fußball-WM auf dem Paradeplatz, was für Unmut unter den Forchheimern sorgte.

Die Geschichte mit "Historica"

"Eine fremde Brauerei in unserem schönen Forchheim? Ein Skandal", fasst Simon Michael die damaligen Reaktionen zusammen und fügt hinzu: "Noch viel kurioser ist die Geschichte vom Forchheimer Mittelalterfest, welches 2011 als 'Tucher Historica' stattfinden sollte." Die Stadt Forchheim sagte das geplante Spektakel ab: Anlass für diese Entscheidung war eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission wegen einer behaupteten unzulässigen staatlichen Beihilfe an Tucherbräu. Die zunächst beschlossene Unterstützung der Veranstaltungen sah einen städtischen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro jährlich vor.

Nicht in Stein gemeißelt

"Deshalb steht 'Tucher' auf der Krone des Forchs", erklärt der Comic-Zeichner und meint: "Natürlich ist das nicht in Stein gemeißelt- auch diese Namensrechte laufen irgendwann aus. Was dann auf der Krone steht, ist noch ungewiss. Vielleicht der Name einer Forchheimer Brauerei? Eines ist sicher: Der Forchheimer hat einen gesunden Humor. Beim Bier allerdings versteht er keinen Spaß."