Mit seiner Ausbildung zum Gärtner konnte der in Erlangen geborene Tamahara wenig anfangen. Der Sohn eines Holzbildhauers fühlte sich statt dessen zur Kunst hingezogen. Er war zwölf, als er den Mann mit dem Goldhelm von Rembrandt kopierte. Seine ersten Ölbilder und Auarelle entstanden zusammen mit seinem langjährigen Freund Erhart Königsreuther, alias "Pinsl".
Danach zog es Tamahara hinaus ihn die Welt; erst nach Frankreich, dann nach Portugal und an die Atlantik-Küste, wo er nicht nur malte sondern sich auch als Schlagzeuger und Gitarrist verdingte. Zurück in Deutschland eröffnete er 2001 mit Heike Guillery, ebenfalls eine gelernte Gärtnerin, in Mostviel die Galerie Tamahara.
Hier sind seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Am liebsten verwendet der Künstler, dessen Markenzeichen der Schlapphut ist, leuchtend kräftige Farben. "Anfangs habe ich nur in rot gemalt" bekennt "Tamahara", der noch immer warme Farben bevorzugt, egal ob es sich um Ölbilder, bemalte Holzrefliefs oder "Objekte" handelt. "Da ist viel von der Stimmung abhängig." Manchmal lässt er an gefangene Arbeiten auch ein paar Tage liegen, ehe er daran weiter arbeitet. Das kann sogar nachts sein. "Da bin ich gänzlich ungestört", räumt der Künstler ein, der selbst Beton in Form bringt.
Tamahara liebt die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten. In der Drucktechnik benutzt der Künstler neben Holz- und Linolschnitt, Materialien wie Rinde und andere Struktur schaffende Mittel. Für Skulpturen und Plastiken bevorzugt der 46-.Jährige Holz, Stein, Ton, Metall, Gips und Beton, sowie diverse Mischmaterialien, oftmals überzogen mit Blattgold, eine Technik, die er aus dem Bereich des Restaurierens übernommen hat.
Und er legt Wert auf Qualität. Die beginnt bei den Gemälden mit selbst gefertigten Rahmen, selbst grundierter Leinwand und in Handarbeit aus Pimenten hergestellter Farbe. "Nur so leuchten die Bilder" strahlt Tamahara, der seine "Library of fame", fünf Bücher aus Ton, gerne auch in Messing gießen würde. "Eine reine Kostenfrage."
Von der Keramik hat er sich weitgehend verabschiedet. Die ist seit langem das Metier von Heike Guillery. Die Autodidaktin verarbeitet pro Jahr ein paar hundert Kilo Ton zu unterschiedlichen Skulpturen, Vasen und Deko-Objekten, die sie brennt und auf Kunsthandwerker-Märkten anbietet. Jetzt vor Weihnachten, da das Atelier mit selbst gemachter Keramik adventlich geschmückt ist, laden Tamahara und Heike jeden Adventssonntag von 14 bis 17 Uhr zum Besuch ein. Ein warmer Platz am Kachelofen ist reserviert. Es gibt Kaffee, Tee, Glühwein und jede Menge Kunst .