Die erste Ortsbesichtigung des Eggolsheimer Bauausschusses im neuen Jahr führte die Räte und Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) in den Ortsteil Rettern.

Dort muss wieder einmal in der Marktgemeinde eine historische Scheune weichen. In Rettern soll jetzt eine etwa 150 Jahre alte Fachwerkscheune in der Angerstraße, die nicht auf der Denkmalliste steht, abgebrochen werden. Der Besitzer plant auf dem Grund des baufälligen Gebäudes eine Mehrzweckhalle mit angrenzender Überdachung zu bauen.

Das Vorhaben erfordert die Befreiungen von den Festsetzungen der gemeindlichen Gestaltungssatzung. Die neue Halle soll zudem 2,50 Meter nach Süden verschoben und mit einem geringen Abstand von 75 Zentimetern zur Straßen errichtet werden. Die Nachbarn haben bereits zugestimmt und auch der Bauausschuss billigte das Vorhaben einstimmig.

In Rettern könnte zudem vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr auf zwei Grundstücken ein neuer Dorfplatz mit öffentlichen Parkplätzen für die Einwohner entstehen. Der Gemeinderat muss aber zunächst noch zustimmen, dass die Kosten der Anlage in den Haushalt 2014 aufgenommen werden.

Der Bereich könnte für die Feuerwehr darüber hinaus als Übungsplatz dienen. Der Spielplatz, der derzeit an das Feuerwehrhaus angrenzt, müsste etwas versetzt werden, um Platz zu schaffen.

Bürgermeister Schwarzmann sprach in diesem Zusammenhang von einem "relativ großzügigen Spielplatz mit Grün- und Wasserbereich". Seiner Überzeugung nach müsse die Gemeinde mit Kosten zwischen
60 000 Euro und 80 000 Euro rechnen.

Nutzholz vor Augen

Bei Unterstürmig darf nach wie vor kein Wald in freier Flur gepflanzt werden.
Bereits zum dritten Mal befassten sich die Mitglieder des Bauausschusses jetzt mit einem Antrag für eine Erstaufforstung. Und zum dritten Mal lehnten sie das Vorhaben in ihrer Mehrheit ab.

Inzwischen herrscht auch Klarheit darüber, dass die Grundstückseigentümer einen Laubwald inmitten der landwirtschaftlichen Fläche errichten wollen, um langfristig Nutzholz beziehen zu können. Es handelt sich damit um keinen Energiewald, der regelmäßig abgeholzt wird.
Naturschutzbehörde und Landwirtschaftsamt hatten zuvor bereits Bedenken geäußert und wollten dem Vorhaben nur unter Auflagen zustimmen.

Auch ein Nachbar wehrt sich gegen die Aufforstung. Der geplante Ortstermin des Bauausschusses musste allerdings wegen der schlechten Witterungsbedingungen ausfallen.
Für Kanal- und Straßenbauarbeiten hat die Gemeinde Eggolsheim zuletzt im Jahr 1998 eine Ausschreibung durchgeführt. Eine örtliche Firma besitzt seither einen Zeitvertrag.

Neue Ausschreibung

Auf dieser Grundlage werden teilweise bis heute die Arbeiten im Kanalbereich durchgeführt und abgerechnet. "Wir sind mit der örtlichen Firma zufrieden, aber die Dinge sind anzupassen", sagte jetzt Schwarzmann.
Das Bauamt wird einen neuen Zeitvertrag für Kanal- und Straßenbauarbeiten ausschreiben.