Der Forchheimer Bahnhof bleibt im Gespräch: Seit Jahren wird dort umgebaut, seit mehreren Monaten ist die Unterführung fertig - und seither ist der Bahnhof vieles, aber nicht barrierefrei.

Schon lange sind die Aufzugsanlagen fertiggestellt. Doch die Aufzüge funktionieren nicht. Auch Sebastian Körber (FDP), Beauftragter für die Barrierefreiheit bei der Stadt Forchheim, und Ex-MdB schreibt deshalb nun auch die Bahn erneut an. "Es ist schon ein besonderer Schildbürgerstreich, nach einem Umbau aktuell weniger beziehungsweise gar keine Barrierefreiheit vorhalten zu können!"

Zeitweise hatte ein Aufzug funktioniert, nämlich der von der Unterführung zu den Bahngleisen. Von der Unterführung zur Bayreuther Straße und zum Bahnhofsvorplatz stellen die Treppen jedoch für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Bahnfahrern mit Koffern oder Kinderwagen ein enormes Hindernis da. Das sieht auch Sebastian Körber. "Um es mit einem Satz zusammenzufassen: Ich finde es vollkommen inakzeptabel und auch wirklich beschämend für ein Mobilitäts- beziehungsweise Technologieunternehmen wie die Deutsche Bahn!"

In einigen vorangegangenen Artikeln der Fränkischen Tages hatte ein Unternehmenssprecher der Bahn die Fertigstellung der Aufzüge beziehungsweise deren Funktion für Juni, später für Juli angekündigt. Nun hängt ein Zettel am Aufzug (siehe Foto), auf dem die Funktion des Aufzugs in der Kalenderwoche 28 angekündigt wird. Diese Ankündigung ist durchgestrichen, nun steht KW 31 dran. Wann die Aufzüge dann tatsächlich funktionieren ist noch immer nicht absehbar.