Die Streckensperrung zwischen Hirschaid und Baiersdorf ist am Abend gegen 20.45 Uhr aufgehoben worden.
Am Bahnhof Forchheim hat ein Baggerfahrer gegen 14 Uhr die Oberleitung beschädigt. Der Mann wollte mit schwerem Gerät einen Oberleitungsmasten installieren. Dabei berührte er mit dem Ausleger des Baugeräts die 15.000 Volt führende Oberleitung.

Im Zuge des ICE-Ausbaus der Bahnstrecke Nürnberg - Berlin werden auch am Bahnhof Forchheim neue Oberleitungs-Masten aufgestellt. Als Mitarbeiter versuchten, in der Steinbühlstraße auf Höhe der Papierfabrik den tonnenschweren, zehn Meter hohen Masten am vorbereiteten Fundament zu befestigen, geriet der Koloss ins Wanken und riss dabei auch den Bagger, an dem er befestigt war, mit um. Dabei fiel der neue Mast auf eine stromführende Leitung im Bereich des Gleises 1.

Der Baggerfahrer war in seinem Führerhaus eingeschlossen, bis die Leitungen stromlos geschaltet waren. Ein alarmierter Notarzt ließ den 52-Jährigen zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus bringen. Lebensgefahr besteht nicht.

Der Bagger blockierte die Gleise. Da auch Oberleitungen beschädigt wurden, musste der Strom abgeschaltet werden so dass ab 14.15 Uhr, dem Zeitpunkt des Unfallgeschehens, kein Zugverkehr mehr möglich war. Die Aufräumarbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Erst gegen 20.45 Uhr konnten wieder Züge auf der Strecke zwischen Baiersdorf und Hirschaid fahren. Zwischenzeitlich fuhren Ersatzbusse und Taxen.

Angaben zur Schadenshöhe seien ohne nähere Prüfung nicht möglich, erklärte ein Bahnsprecher vor Ort. Die Nürnberger Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.


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Die Streckensperrung ist am Abend gegen 20.45 Uhr aufgehoben worden.