Pottensteins Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) als Initiator des Bauvorhabens "Himmelsleiter" sowie das Staatliche Bauamt Bayreuth als Vertreter des Bauherrn und das Generalplanungs- und Architekturbüro "Fischer Planen und Bauen" aus Feucht freuen sich, dass der Pottensteiner Aussichtsturm bei den "Architektouren" 2018 dabei ist. Der Funkturm mit Aussichtskanzel wurde von der Bayerischen Architektenkammer im Rahmen der Leistungsschau bayerischer Architektur von einem unabhängigen Beirat für die "Architektouren" ausgewählt.

Am letzten Juni-Wochenende finden die "Architektouren" zum 23. Mal statt. An mehr als 165 Orten in ganz Bayern werden besondere Blicke zu Architektur, Stadtplanung, Landschafts- und Innenarchitektur hinter sonst meist verschlossene Türen geboten. Bayernweit stehen Architekten und Bauherrn für Gespräche zu insgesamt 287 ausgewählten Bauvorhaben zur Verfügung.


Besichtigung und Führung

Besichtigung und Architekturführung ist am Samstag, 23. Juni, 13 bis 15 Uhr, und Sonntag, 24. Juni, 11 bis 15 Uhr. Die Architekten Werner Fischer und Bernd Klein bieten stündliche Führungen an und sind permanent für Auskünfte vor Ort. Anfahrt: Hasenlochhöhle, 91 278 Pottenstein. Die "Himmelsleiter" liegt am Pottensteiner Höhenweg und ist nicht direkt anfahrbar. Parkgelegenheiten: Burgstraße, Parkplatz Finkenleite (Gehzeit 15 Min.), Elbersberg (20 Min.), Großparkplatz B 470 (20 Min.).


Programm für Kinder

Neben Architekturliebhabern und Wanderern sollen Familien und Kinder bei einem Besuch der "Himmelsleiter" auf ihre Kosten kommen. Im Rahmen der an nur fünf Orten in Bayern stattfindenden "Kinder-Architektouren" ist in Pottenstein für Kurzweil des Nachwuchses gesorgt, wenn selbst gefaltete Papierflieger aus 25 Metern in die Tiefe segeln. So können sich die Erwachsenen in Ruhe über den seit Ostern 2015 geöffneten Turm mit Rundumblick bis ins Fichtelgebirge bei den Architekten informieren.

Für Jugendliche bis 16 Jahre wird außerdem an allen Projekten der "Architektouren" der Fotowettbewerb "Ich sehe was, was du nicht siehst!" angeboten. Der jugendliche Blick auf die bayerische Baukultur wird von einer Jury bewertet, die eindrucksvollsten Ergebnisse werden im Deutschen Architektenblatt veröffentlicht.


150 Stufen

Bereits die nackten Fakten und architektonischen Herausforderungen an die "Himmelsleiter", wie der Pottensteiner Turm wegen seiner außergewöhnlichen Treppenkonstruktion mit 150 Stufen genannt wird, machen Lust auf einen Besuch. Um einen Betonbau mitten im Landschaftsschutzgebiet zu vermeiden, wurden circa 75 Tonnen Stahl von einer Berliner Spezialbaufirma verbaut. Hinzu kommt noch das Fundament des Turms.

Enorme statische Anforderungen bot die Kanzel, welche allein über 20 Tonnen schwer ist. Die Turmoberkante liegt bei 34,50 Metern, die Aussichtsplattform immerhin auf 25 Metern Höhe. Nach oben gelangt man über die futuristische Treppenanlage mit mehreren Zwischenplattformen, die zum Ausruhen einladen.


Mobilfunk

Für den Mobilfunkeinsatz sowie die öffentliche Begehbarkeit mussten durch die Architekten sehr unterschiedliche Nutzungen integriert werden, die sich gegenseitig nicht stören dürfen. Die "Himmelsleiter" wurde in das Landschaftsschutzgebiet über der Pottensteiner Burg eingebettet. Das gesamte Projekt stellte Bauherren und Planer vor architektonische und die bauausführenden Firmen vor extreme bauliche Herausforderungen. Dies alles wird im Rahmen der Architekturführungen erläutert.


Wanderwege

Mehrere Wanderwege unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade kreuzen in der Nähe der "Himmelsleiter". Der mittelschwere Höhenweg führt an vielen Pottensteiner Highlights vorbei: Er startet an der Burg Pottenstein, führt dann über die "Hohe Warte" zur "Himmelsleiter" und zur Hoffmanns-Kapelle aus dem 19. Jahrhundert. Danach lädt der Biergarten "Elbersberger Kapellenhof" zu einer Rast ein, bevor die Pottensteiner Teufelshöhle erreicht wird (10,4 km).