Asbesthaltiges Material belaste das Nahversorgungszentrum in der Bayreuther Straße 108. Wie berichtet, hatte diesen Vorwurf am Montag vergangener Woche Andreas Wiebe, Vorstandsmitglied der Ecoloft AG, erhoben. Jürgen Katzer, der Geschäftsführer der Emporos Real Estate GmbH soll, so hatte Wiebe behauptet, das Problem seit Monaten gekannt und verschwiegen haben. Wie sich jetzt herausstellt, sind die Vorwürfe unhaltbar.

Nach der öffentlichen Attacke von Andreas Wiebe gegen Jürgen Katzer war das Gewerbeaufsichtsamt Coburg aktiv geworden. Und auch die Lebensmittelkontrolleure des Landratsamtes Forchheim waren in der Bayreuther Straße 108, um Proben zu nehmen. Die wurden an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Erlangen geschickt.

Das Gutachten der Erlanger Experten für Lebensmittelsicherheit liegt nun vor: Wie Kathrin Schürr, Pressesprecherin am Landratsamt Forchheim, bestätigt, besteht laut Gutachten "keine Gefahr für die Mitarbeiter und die Lebensmittel". Mit Hinweis auf eine Mitteilung der Regierung von Oberfranken betont Kathrin Schürr zudem die Entwarnung des Coburger Gewerbeaufsichtsamtes. Im Verkaufsraum des Nahversorgungszentrums gebe es keinerlei Spuren von Asbest; in der Lagerhalle seien die Grenzwerte nicht überschritten.

Folglich habe das Gewerbeaufsichtsamt das in der vergangenen Woche erlassene Betretungsverbot aufgehoben. Lediglich müsse der Eigentümer ein Sanierungskonzept für die Lagerhalle vorlegen. Denn in der 2000 Quadratmeter großen Halle gibt es eine etwa zwei Quadratmeter große Stelle mit Rissen im Boden. Von dort entweichen die geringfügigen Asbestmengen. Die Sanierung soll verhindern, dass sich die Risse vergrößern.