Zum zehnten Mal finden in diesem Jahr die Afrika-Kultur-Tage in Forchheim statt - und dazu kommen ganz große Künstler der Szene.
Ein besonderes Schmankerl in diesem Jahr ist der Auftritt von Nomfusi am Samstagabend. Die Südafrikanerin spielt selten vor so kleinem Publikum; 200 Zuhörer passen auf die Hauptbühne im Innenhof der Kaiserpfalz. "Wir sind besonders stolz, dass es uns gelungen ist, sie her zu bekommen", sagt Hubert Forscht, der wie Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) sagt, "mit dem Afrika-Festival so stark verbandelt ist wie kein anderer".


Samstagabend-Konzerte

Forscht ist seit Beginn der Afrika-Kultur-Tage im Organisationsteam des Festivals und erinnert sich gut an viele besondere Samstagabend-Konzerte. "Musik in der Qualität kann man über das Jahr in Forchheim nicht hören", ist sich Forscht sicher. Auch die diesjährige Künstlerin Nomfusi (Bild oben) fällt in diese Kategorie.


Sie singt schwerpunktmäßig in afrikanischen Sprachen und kann auch ohne Musikbegleitung mit ihrer Stimme überzeugen. 2013 spielte sie zudem im Film "Mandela - Der lange Weg zur Freiheit" die Rolle der Sängerin Miriam Makeba.



Doch nicht nur das Samstagkonzert verspricht in diesem Jahr Großes: Auch für alle Fans von afrikanischen Trommelrhythmen ist in diesem Jahr wieder viel geboten: Percussionisten aus der Region (unter anderem aus Buckenhofen) geben sich dabei mit Hochkarätern der Branche die Klinke in die Hand. "Die ganze Afrika-Trommel-Tanzgemeinde trifft sich in Forchheim", sagt Sascha Barth, der ebenfalls zum Organisations-Team gehört. Er legt auch besonderen Wert auf die Qualität der Waren, die auf dem Basar angeboten werden. Als gelernter Kaufmann hat er dafür ohnehin ein gutes Auge.


Keine Asia-Produkte erwünscht

"Auf vielen Märkten werden Asia-Produkte angeboten, die auf den ersten Blick kaum von den orginalen aus Afrika zu unterscheiden sind", weiß Barth, "aber das geht zu Lasten der afrikanischen Produzenten und Verkäufer." Genau das wolle man vermeiden, weswegen hier in Forchheim besonders darauf geachtet wird. "Dadurch sind es weniger Stände als bei anderen Märkten, dafür stimmt die Qualität."

Eine besondere Handwerkskunst ist in diesem Jahr übrigens auch im Verkauf. "Eine Schneiderin, die afrikanische Dirndl herstellt", verrät Barth. Afrika soll mit den Afrika-Kultur-Tagen auf Augenhöhe begegnet werden, betont die städtische Pressesprecherin Britta Kaiser, "wir wollen nicht nur das Schöne und Nette zeigen". Und Christina König (stellvertretende Leiterin des Pfalzmuseums) fügt hinzu: "Es sollen die verschiedenen Facetten Afrikas kennengelernt werden."


Das Programm in Kürze

Freitag, 30. Juni
17 bis 22 Uhr: Afrikanischer Basar, Eintritt 2 Euro (gültig für alle drei Tage)
18 Uhr: Kummazamm, Trommelformation aus Oberfranken
20 Uhr: Laye Mansa & Band, sengalesische Musik


Samstag, 1. Juli
11 bis 22 Uhr: Basar
11.15 Uhr: Rattabonga, Trommler aus Buckenhofen
12.15 Uhr: Geschichten aus Afrika für Klein und Groß mit Tormenta Jobareth
13 Uhr: Rattabonga Kids
14 Uhr: Geschichten aus Afrika für Klein und Groß
14.45 Uhr: African Brothers Acrobatic, Tanzakrobatik aus Ghana
16 Uhr: Bambassa, Djembe-Gruppe aus Bamberg
17 Uhr: Tormenta Jobarteh und die Jobarteh Kunda Band


19.15 Uhr: African Brothers Acrobatic
20 Uhr: Nomfusi (Eintritt: 22 Euro, ermäßigt 19 Euro, VVK über den FT-Ticketshop im Tabakladen Hocke, Hauptstraße 30, Forchheim oder über das Junge Theater)

Sonntag 2. Juli:
11 bis 22 Uhr: Basar
11.15 Uhr: Trommelkurs
12 Uhr: Geschichten aus Afrika für Kinder mit der Riesenschnecke Wa Bibio
12.45 Uhr: African Brothers Acrobatic
13.45 Uhr Geschichten aus Afrika für Kinder mit Live-Musik-Begleitung aus Guinea
14.15 Uhr: Djembetreff, Trommelformationa us Erlangen
15 Uhr: Geschichten aus Afrika für Kinder mit der Riesenschnecke Wa Bibio
15.30 Uhr Sylvia Mograbi, Tanzformation aus Erlangen
16.30 Uhr Ecole TamTam, Trommelformation aus Erlangen


18 Uhr: Busch-Werk und Famoudou Konaté, Malinké-Trommelkunst aus Guinea und unkonventionelle Percussionskunst.

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