Routiniert stach Oberbürgermeister Franz Stumpf am Freitagabend das erste Fass Bier des 174. Annafestes an. Dabei bekannte er, dass er heuer ein kleines Jubiläum feiern könne, denn heuer dürfe er zum 25. Mal in Folge den Bieranstich zelebrieren. "Das ist für jeden Forchheimer was Besonderes."

Bereits kurz vor 17 Uhr hatte sich der Platz zwischen dem Schindler-Keller und dem Riesenrad mit Schaulustigen gefüllt, die den Bieranstich in der neuen Form unbedingt miterleben wollten. In diesem Zusammenhang erinnerte Stumpf, dass sich der Stadtrat entschieden hatte, das Annafest um einen Tag zu verlängern. "Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung", bekannte Stumpf, der sich im Namen von Franz Streit bedankte, der besonders dafür gekämpft habe. Dies war offenbar auch die Meinung der Annafest-Besucher, die spontan Applaus spendeten.

Nicht nur Petrus scheine Freude am verlängerten Annafest zu haben, auch sei die Zahl der Zaungäste, die dem traditionellen Bieranstich beiwohnten, selten größer gewesen, betonte der Forchheimer Oberbürgermeister. Er hatte allen voran die Familie Bartolini aus Rovereto begrüßt, die den Bürgermeister der italienischen Partnerstadt vertrat, der im Stau stecken geblieben war.

Auch die Stadträte und Mitarbeiter der Verwaltung hieß Stumpf neben allen Forchheimern herzlich willkommen. Bei den Anwohnern entschuldigte sich der Oberbürger vorsorglich dafür, dass es während der fünften Jahreszeit etwas lauter zugehen werde, stieß dabei aber spontan auf Verständnis. "I bin doo, mir macht's nix", schallte es aus der Menge.

Ehe Franz Stumpf einer Tradition folgend den Mussinan-Marsch des Forchheimer Komponisten Carl Karl dirigierte, bekannte er seine Verbundenheit zum Brauwesen. "In meiner Studentenzeit, als ich noch was Richtiges gearbeitet habe, da habe ich Bier ausgefahren."