Die Forchheimer Feuerwehr wurde um 0.50 Uhr zunächst zu einem Brand eines Gartenhauses in unmittelbarer Nähe zum Siedlerheim Lichteneiche gerufen. Darüber informiert ein Sprecher der Wehr. Als sich die Löschfahrzeuge wenige Minuten später auf der Anfahrt befanden, teilte die Leitstelle Bamberg mit, dass sich der Brand auf das Wohnhaus ausgedehnt hatte und Personen in Gefahr seien. Deswegen veranlasste der Einsatzleiter die nochmalige Alarmierung der Stadtfeuerwehr sowie die Nachalarmierung der Feuerwehr Buckenhofen.

Als die insgesamt 35 Rothelme am Brandobjekt eintrafen, drang dichter Rauch aus dem Wohnhaus. Darüber hinaus war Feuerschein im hölzernen Anbau des Wohnhauses erkennbar, der unmittelbar an den Wald grenzt. Die Bewohnerin des Hauses wurde sofort vom gleichzeitig eintreffenden Notarzt versorgt. Die Frau hatte Rauchgase eingeatmet. Feuer und Ruß beschädigten das Wohnhaus enorm. Ein durch die Feuerwehr eingeleiteter Löschangriff mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz zeigte rasch Wirkung, ein Übergreifen auf das Dach des Gebäudes wurde erfolgreich verhindert.

Entwarnung um 3 Uhr

Die starke Rauchentwicklung ließ jedoch erst nach, als die Dachhaut des Anbaus und auch die Fehlböden im Wohnhaus teilweise geöffnet wurden. Nachdem das Wohnhaus längere Zeit belüftet und mehrere Kontrollen mit der Wärmebildkamera durchgeführt worden waren, wurde schließlich gegen 3 Uhr Entwarnung gegeben.

Auch Kreisbrandrat Reinhard Polster eilte an die Forchheimer Einsatzstelle, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Neben der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und der Polizei waren auch die Stadtwerke mit dem Notdienst vor Ort, um das Brandobjekt stromlos zu schalten. Auch der städtische Bauhof musste nach Abschluss der Brandbekämpfung ausrücken, da sich auf der Fahrbahn sowie auf dem Gehweg durch das Löschwasser eine Eisfläche gebildet hatte. Zur Ermittlung der Brandursache begaben sich noch in der Nacht Beamte der Kriminalpolizei im Anwesen auf die Suche.