Die Theorie hinter dem Beschilderungs-Konzept des Staatlichen Bauamtes in Bamberg habe er schon verstanden, erklärt Fahrlehrer Josef Metzner. In der Praxis gebe es aber erhebliche Defizite. So findet er es nicht nachvollziehbar, warum die Nachbarstadt Bamberg vom Vorwegweiser in der Eisenbahnstraße bei der Pfarrkirche St. Johannis komplett verschwunden ist.

Der Name der Domstadt wurde überdeckt. Stattdessen ist jetzt der Ortsteil Burk ausgeschildert, mit schwarzen Buchstaben in einem weißen Feld. "Das ist nicht nachvollziehbar", findet Metzner. Ein Ortsfremder wisse nicht, wo er sich an der Ampel an der Theodor-Heuss-Allee 50 Meter weiter einordnen solle. Dort ist auf der gegenüberliegenden Seite vor dem "Kimling-Haus" der Wegweiser Richtung Bamberg erhalten geblieben. Hat sich jemand mit Fahrtziel Bamberg rechts eingeordnet, gefährdet er die anderen Autofahrer, wenn er links abbiegt.

Neu heißt nicht gleich besser

Es wäre auch nicht besser gewesen, wenn die Autofahrer in Richtung Domstadt an der Johanniskirche Richtung Nürnberg und damit Richtung Autobahn geleitet worden wären, denn an der nächsten Ampel zeigt das Hinweisschild "Bamberg 25 km" nach links. "Also war die alte Beschilderung sinnvoller", folgert Josef Metzner. Und er fügt an: "Neu ist nicht gleich besser."

Dem neuen Konzept des Straßenbauamtes Bamberg folgend dürfte es nach Meinung von Josef Metzner auch den Vorwegweiser in der Hafenstraße nicht geben, der die Autofahrer nach links Richtung ins Stadtzentrum führt.

Überprüfung angekündigt

"Das muss ich mir alles vor Ort noch einmal ganz genau anschauen", erklärt Roland Brütting vom Ordnungsamt der Stadt Forchheim, mit den Vorwürfen von Josef Metzner konfrontiert. Grundsätzlich, erläutert Brütting, gelte es, zwei Dinge auseinanderzuhalten: "Da ist einmal das überörtliche Beschilderungs-Konzept des Straßenbauamtes Bamberg mit dem Ziel, überregionalen Verkehr aus den Ortskernen herauszuhalten; zum anderen gibt es das lokale Ausschilderungskonzept der Stadt Forchheim, das den Besucher zu den einzelnen Ortsteilen, zum Kellerwald oder zur Sportinsel führt."

Im Einzelfall könne es schon sein, dass die beiden Konzepte nicht hundertprozentig aufeinander abgestimmt seien, räumt der Mitarbeiter des Ordnungsamtes ein. Und er verspricht: "Wenn das so ist, wird nachgebessert."