Das Winterwetter zeigt sich dieses Jahr ungewöhnlich unterschiedlich. Während in tiefen Lagen kaum Schnee liegen bleibt, herrscht auf der Jurahochfläche tiefster Winter mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt. Das beschert im Oberland regelrechte Naturschätze.

Ein gutes Beispiel ist die Wanderung vom Parkplatz Sankt Moritz zum Schlossberg bei Haidhof auf einem Streckenabschnitt des Kulturwanderweges Fränkische Schweiz. Beim Aufstieg vom Parkplatz auf den Burgstein nimmt der Schnee ständig zu. Der Blick hinüber zum Walberla und die umliegenden Dörfer zeigt hier noch das Schwarz des Waldes im Kontrast zur leicht mit Schnee bedeckten Landschaft.

Weiter führt der Weg über das kleine Juradorf Seidmar zur Flöss. Auf dieser Strecke herrscht Winter in seiner schönsten Form. Der Weg mit dem K ist gut ausgezeichnet. Die Flur "Zwischen den Bergen" und der "Wind" ist umrahmt von dicht mit Schnee behangenen Fichtenwäldern. Er führt auf dem letzten Teil durch den Hochwald der "Flöss", einem stillen, verborgenen Schatz mit allen Reizen und Schönheiten, die der Winter bieten kann. Die Bäume biegen sich unter der Last des Schnees, die Äste hängen teilweise tief in den Weg.

Der Aufstieg zur Schlossberganlage erfordert etwas mehr Kraft wegen einer wenig ausgetretenen Spur im tieferen Schnee. Aber es ist durchaus machbar. Der Aussichtspunkt des Schlossberges bietet einen letzten grandiosen Höhepunkt am Ende der rund vier Kilometer langen Strecke mit einem Blick nach Haidhof oder auch über die Natur Richtung Thuisbrunn und Egloffstein, in die Tiefe der Fränkischen Schweiz.

Von hier lässt sich die Wanderung vielseitig weiter gestalten. Für den müden Wanderer gibt es dabei in Orten wie Haidhof und Thuisbrunn auch gemütliche Einkehrmöglichkeiten.