Die letzte Sitzung des Gemeinderats Wiesenthau im zu Ende gehenden Jahr bedeutete auch, Bilanz zu ziehen. Die Leiterin der Grundschule, Ulrike Kratz, erhielt die Gelegenheit, die Situation ihrer Lehranstalt kurz darzustellen. Die offene Unterrichtsform in Wiesenthau erregt demnach weiter großes positives Aufsehen in ganz Bayern. " Es ist ein Modell für kleine Schulen", ist Kratz überzeugt.

Die sinkenden Schülerzahlen ließen auch in Wiesenthau Kombiklassen entstehen, was aber unter pädagogischen Aspekten Vorteile habe. Auch in Wiesenthau ist die Zahl der Schüler eher rückläufig: Waren es im Schuljahr 2009/10 noch 72 Kinder, besuchten im vergangenen Schuljahr nur noch 55 Kinder die Wiesenthauer Schule. Inzwischen hat sich die Quote mit 60 Schülern ein wenig verbessert.

Dass darunter zwölf Gastschüler sind, spricht wohl für das hohe Ansehen der Schule. "Im nächsten Jahr steigt die Zahl wieder auf 65 plus Gastschüler", ist Kratz optimistisch. Sie nutzte ihren Auftritt vor dem Gemeinderat auch, um einige Wünsche anzubringen. Dazu zählen eine Feueralarmanlage, Möbel für das Sekretariat, eine Medienausstattung oder auch ein Geländer an der Treppe des Hauptausgangs.

"Das Wiesenthauer Modell ist schon was", zeigte sich Bürgermeister Bernd Drummer (JB) sehr angetan. Die Kommune schießt ihrerseits jährlich rund 15 000 Euro für die Nachmittagsbetreuung zu. Richtig lebhaft wurde es im Gemeinderat nochmals beim Erlass einer Satzung für die Feuerwehren. Dessen Grundlage soll ein Rahmenvertrag des Bayerischen Feuerwehrtags sein.

Darin sollten "Aufwendung- und Kostenersatz für Einsatz und andere Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde" geregelt werden. Laut Drummer besitzen sich inzwischen über die Hälfte der Wehren im Landkreis eine solche Satzung.

Nur der materielle Aufwand

"Ich bin 40 Jahre im Dienst. Wir heißen Freiwillige Feuerwehr. Ich möchte nicht Geld mit der Not anderer verdienen" widersetzte sich Zweiter Bürgermeister Hans Schütz dem Vorhaben allerdings vehement.
"Die FFW ist technisch aufgerüstet. Da kann man auch versuchen, Geld zurückzuholen", sagte Karl Krolopper (NL). Drummer präzisierte das Vorhaben: Nur der materielle Aufwand der Kommune würde verrechnet werde, nicht der Dienst als solcher. Zudem stellte er in Aussicht, jeden einzelnen Fall gesondert zu diskutieren.
Die Räte kamen zu keiner Entscheidung, Zu komplex ist die Angelegenheit. Das Thema kommt im neuen Jahr wieder auf die Tagesordnung.