Eine Premiere stellen die "Original-Regional-Weihnachtsbuden" auf dem Christkindlesmarkt in Nürnberg dar. Unmittelbar gegenüber dem Rathaus hat die Metropolregion Nürnberg drei Buden aufstellen lassen. Die erste davon bietet Platz für die "Genussregion Oberfranken". Michaela Riegl-Engelhardt aus Weingarts als deren Mitglied präsentiert und bietet zusammen mit ihrem Sohn Andreas lokale Produkte der Fränkischen Schweiz an.
Dazu zählen Brände, Liköre, fruchtige Aufstriche oder auch Zwetschgen mit Rum.


Der Charlemagner-Apfelsekt


Nicht wegzudenken ist der Charlemagner-Apfelsekt aus ihrer Region. Dazu macht sie aufmerksam auf die Reize der Fränkischen Schweiz, die vor allem der "Tourismusverein rund ums Walberla" anbietet. Es gehört schon eine Menge Idealismus dazu, wie Riegl-Engelhardt erzählt, sich hier am Weihnachtsmarkt aufzustellen. Seit der Eröffnung am 30. November betreut sie den Stand. Am 12. Dezember hat sie ihre Mission erfüllt: Dann wird der Landkreis Roth die Bude bis 24. Dezember übernehmen.

"Vor 14 Tagen waren die Häuschen bei einem Treffen der Metropolregion noch blank. Zwei bis drei Tage habe ich benötigt, um die Bude zu bestücken und schmuck zu gestalten", erzählt sie. Riegl-Engelhardt teilt sich die Bude hälftig mit der Produktmanagerin Tanja Beck aus Weißenstadt im Fichtelgebirge. Diese bietet Leupoldt-Lebkuchen an. Sie werden seit 1905 in Familientradition in einer einzigartigen Gewürzmischung hergestellt, wie Beck erzählt.
In den beiden anderen Buden finden die Region Landkreis Erlangen/Höchstadt und die Interessengemeinschaft Regionalbuffet Platz. Insgesamt präsentiert sich hier ein Gebiet zwischen Hof und Ansbach.


1700 Direktvermarkter


Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion, gibt sich sehr zufrieden, dass die Entwicklung der Metropolregion seit 2009 richtig Fahrt aufgenommen habe - mit 23 Regional-Initiativen und rund 1700 Direktvermarktern. Richard Bartsch, Bezirkspräsident Mittelfranken, ging bei einer Pressekonferenz im Rathaus auf den Spannungsbogen der Bewohner von Stadt und Land ein. Eine intakte Landschaft, eine intakte Infrastruktur seien von beiden Gruppen gewollt, nicht nur belegt mit Maisanbau für Biogasanlagen.


Original regional


Es müssten beide Vertrauen aufbauen, Brücken zueinander bauen. Dafür stehe "Original Regional". Michaela Riegl-Engelhardt gab einen kurzen Einblick in ihre Region rund ums Walberla und die Fränkische Schweiz. Weltweit führend sei man unter anderen in der Dichte von Bäckereien, Metzgereien, Brennereien, Brauereien. Natürlich gaben sich alle Teilnehmer anschließend ein Stelldichein bei den drei Buden der Metropolregion.
Die Oberfränkinnen Tanja Beck und Michaela Riegl-Engelhardt sind beeindruckt vom internationalen Echo in Nürnberg. "Die Präsentation in Nürnberg trägt zur Bekanntheit der ganzen Region bei", weiß Beck. Nicht ganz so glücklich zeigt sich Engelhardt über die Lage, unmittelbar an den Mauern der Kirche. Das könnte etwas näher an der Laufroute des Christkindlesmarktes liegen, meint sie.