"Super" fühlt sich Mario Finze in der neuen hellen Schutzjacke. "Sie ist leichter als die alte und in der Bewegung ist man auch nicht mehr so eingeschränkt", urteilt der Weilersbacher Feuerwehrmann nach der ersten Anprobe. Zwar sind Feuerwehrler in der Regel nicht für ihre Eitelkeit bekannt, aber wichtig ist es Finze dann doch, dass die neue Jacke auch "gut aussieht".

Die Aktiven tragen nun hellbeige, die beiden Kommandanten und der Bürgermeister tragen rot.
Ob die Neuausstattung für die Aktiven nun sinnvoll sei, wurden von Kommandant Wolfgang Wunner und Adjutant Michael Henkel gefragt: Sie antworteten beide mit einem klaren Ja. Denn die alten Jacken seien abgetragen gewesen und damit nicht mehr brauchbar. Die meisten Jacken mussten deshalb auch entsorgt werden.
Was das Besondere an den neuen Feuerwehrüberjacken ist? Zum einen die Farbe. Statt wie in der Vergangenheit dunkelblau sind die neuen Jacken beige und haben gelbe Reflexionsstreifen. Die helle Farbe soll die Feuerwehrleute besser vor der Hitze schützen. Zudem versprechen sich die Weilersbacher von den neuen Jacken, besser im Straßenverkehr erkannt zu werden. Insbesondere bei Dunkelheit.

Die neuen Jacken sind aus dem Obermaterial PBI Matrix gefertigt. Dieses Gewebe, das ursprünglich für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA entwickelt worden ist, besteht zu 40 Prozent aus hitzefeste Polybenzimidazol-Fasern und zu 60 Prozent aus Aramid-Fasern.

Das Gewebe soll widerstandsfähig gegen Säuren, Laugen und organische Chemikalien sein und hält kurzzeitg sogar Flammen von 1000 Grad aus. Insgesamt an die 40 000 Euro hat die Gemeinde Weilersbach für die neuen Feuerwehrjacken locker gemacht.