"Weihnachten: ein wenig Zeit füreinander" - diesen Satz hat sich die Malteser-Jugend Waischenfeld auch in diesem Jahr als Weihnachtsmotto ausgewählt.
So kamen 30 Malteser morgens in die Dienststelle, um ein bisschen Weihnachtszeit mit anderen zu teilen. Über 60 Weihnachtsessen wurden unter der Leitung von Werner Hartmann als Küchenchef verpackt und ausgeteilt. Unterwegs mit Joghurt und Plätzchen schenkten die Malteser sie diese bedürftigen und einsamen Menschen.

Gerade auch für einen Austausch der Generationen war genügend Freiraum, den besonders die älteren Menschen sehr schätzten. Mit einem Strahlen in den Augen erreichten die Jugendlichen das Herz dieser Menschen.
"Weihnachten fängt in den Herzen der Menschen an. Das spürt jeder, der mit dieser Aktion verbunden ist", sagte Jugendleiterin Elke Klaus. Sie freute sich sehr darüber, dass viele Malteser-Kollegen ihre privaten Termine zurückgestellt hatten. Aber ohne die Mithilfe ortsansässiger Betriebe und die Unterstützung aus der Bevölkerung wäre dieses Projekt für den Malteser-Hilfsdienst Waischenfeld nicht zu schultern gewesen.


Vielfältige Probleme

Vor sechs Jahren entstand der Wunsch, in der Vorweihnachtszeit Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen helfen.
"Zu Hause beim Abendessen hörten damals unsere zwei Kinder, mein Mann und ich im Radio immer wieder Aktionen für bedürftige Menschen. So entstand die Idee", erinnerte sich Elke Klaus. Und so überlegte ihre ganze Familie Klaus gemeinsam - und stieß auch in anderen Ortschaften von Waischenfeld immer wieder auf Menschen oder sogar Familien, die vom Schicksal gezeichnet waren.

Einige lebten alleine ohne viel Ansprache oder Besuch, andere waren durch finanzielle Tiefschläge gezeichnet.
Jetzt war alles nur noch das Problem der Finanzierung. So wurden beim Waischenfelder Weihnachtsmarkt selbst gebastelte Artikel zum Spendenpreis angeboten. Viele Eltern der Jugendlichen bastelten mit. "Im Laufe der Jahre brauchten wir das Basteln nicht mehr, da Spender von selbst kamen und uns bei dieser wunderbaren Aktion unterstützten", so Klaus. Durch Aufrufe im Gemeindeblatt machten die Malteser die Bevölkerung sensibel für ihr nächstes Umfeld und riefen ebenfalls zur Spendenbereitschaft auf. Geschäftsleute des Stadtgebietes Waischenfeld unterstützten die Aktion ebenfalls mit Sach- oder Geldspenden.