Es sind oft nur ein paar Minuten. Aber diese können Leben retten. Da kommen die "Helfer vor Ort" (HVO) ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es, bei einem Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens oder des Notarztes zu überbrücken. Zudem sollen sie erste medizinische Maßnahmen ergreifen.

Doch das alles kann nur mit intaktem, zuverlässigem und gut funktionierendem Arbeitsmaterial passieren. Die Waischenfelder Malteser schlagen daher Alarm und hoffen auf die Unterstützung der Bevölkerung. Denn ihr 17 Jahre altes Einsatzfahrzeug muss immer häufiger in die Werkstatt - und nun dringend gegen ein neues ersetzt werden. Die Anschaffungskosten werden sich inklusive Umbau zu einem Einsatzfahrzeug jedoch auf etwa 22 000 Euro belaufen, schätzt Matthias Hartmann von den Maltesern.

Ein Betrag, den die Malteser- Gliederung Waischenfeld nicht mal eben aus der Portokasse aufbringen kann. Zuschüsse dafür gibt es weder vom Land noch vom Bund, da der HvO-Dienst eine freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit ist. "Die Helfer vor Ort leisten diesen nützlichen Dienst vollständig unentgeltlich in ihrer Freizeit. Leider kann dies nicht über Krankenkassen oder andere Kostenträger abgerechnet werden", sagt Hartmann.


Nicht mehr rentabel

Das HvO-Einsatzfahrzeug ist jedoch unentbehrlich, um überhaupt den Notfallort anfahren zu können. Am 17 Jahre alten Kombi der Marke Audi nagt der Rost. Karosserie und Radlager sind defekt.

Kosten von mehreren Tausend Euro müssten dafür investiert werden, um das Fahrzeug fahrtauglich zu halten. Aufgrund des Fahrzeugalters ist dies nicht mehr rentabel. Jetzt brauchen die Helfer vor Ort selbst Hilfe. "Wir wünschen uns ein neues Fahrzeug, um unseren Dienst aufrechterhalten zu können. Es soll die Sanitäter zuverlässig und sicher zum Notfallort bringen", so der Stadtbeauftragte der Malteser Waischenfeld, Erhard Klaus. Auf teure Sonderausstattung legen die Malteser keinen Wert.

Für die Verwirklichung dieses Vorhabens und um ihren ehrenamtlichen Dienst auch in Zukunft leisten zu können, hoffen sie nun auf finanzielle Unterstützung von Firmen, der Geschäftswelt sowie aus der Bevölkerung. Die Nachbargemeinde Ahorntal hat einen Betrag von 2000 Euro zugesagt und die Stadt Waischenfeld von 1500 Euro. Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim will ein Benefizkonzert ausrichten.
Dieses Konzert soll bei guten Wetter als Open-Air abgehalten werden und findet am Freitag, 17. Juni, auf dem Bischof-Nausea-Platz in der Ortsmitte von Waischenfeld statt.


Wer die Malteser unterstützen will, kann seine Spende auf speziell dafür eingerichteten
Spendenkonten einzahlen.

Sparkasse Bayreuth
IBAN: DE80 7735 0110 0000 3104 90
BIC: BYLADEM1SBT

Raiffeisenbank Waischenfeld: IBAN: DE45 7736 5792 0040 0118 78
BIC: GENODEF 1HWA