In einem Einfamilienhaus "In der Walch" werden die Asylbewerber einziehen. Die Erstbelegung ist für den 7. März datiert. Dann ziehen vier Flüchtlinge in Igensdorf ein. Das Einfamilienhaus befindet sich in Privatbesitz, wie Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) seine Räte informierte.

Die Besitzerin ist laut Rast gerade dabei, die Räume den Vorschriften entsprechend einzurichten. So sind beispielsweise eine Kochnische und auch eine Waschmaschine vorgeschrieben.
Es war laut Rast das persönliche Anliegen der betreffenden Hausbesitzerin, sich für Asylbewerber zu engagieren. Schon früher habe sie entsprechende Sprachkurse gegeben. Nun habe sie dem Landkreis ihr Haus angeboten.


Rast will erst mal abwarten

Der Igensdorfer Gemeindechef möchte nun bald eine Informationsveranstaltung organisieren. Ein Aufruf im Mitteilungsblatt der Gemeinde wird interessierte Bürger darüber informieren, wie sie auch selbst für die Asylbewerber tätig werden können.

Helferkreise sollen allerdings erst dann gebildet werden, wenn mehr Klarheit über Zahl und Herkunft der Asylbewerber herrscht. Sollten tatsächlich lediglich vier Asylbewerber nach Igensdorf kommen, ist nach der Ansicht von Rast kein Helferkreis notwendig.
Schon in der Bürgerversammlung war das Grüngut ein Thema, das viele Bürger verärgert hat. Nicht nur wilde Ablagerungen von Grüngut, auch das Anliefern von Grüngut am Wertstoffhof sorgt bei einigen Igensdorfern für Unmut. Der Grund ist eine etwas nebulöse Regelung, die von den Verantwortlichen am Wertstoffhof wörtlich genommen wird.

So hat das Landratsamt geregelt, dass jeder Haushalt einen halben Kubikmeter Grüngut am Wertstoffhof kostenlos anliefern darf. Das entspreche einer durchschnittlichen Kofferraumladung. Offenbar haben einige Mitarbeiter diese Anordnung zu wörtlich genommen. Sie sollen Leute nach Hause geschickt haben, wenn diese das Grüngut nicht im Kofferraum, sondern in einem Anhänger transportiert haben.


Falsch verstanden

Das Landratsamt soll nun schriftlich darum gebeten werden, die Wertstoffhofmitarbeiter dahingehend zu sensibilisieren, dass die Bezeichnung "Kofferraumladung" nur zur ungefähren Vorstellung der Menge diene.
Außerdem solle die Bauverwaltung klären und berechnen, ob der Markt eine eigene Grüngutsammlung organisieren und durchführen dürfe. Außerdem könne die Gemeinde das Grüngut häckseln und verwenden und so auch der illegalen Entsorgung entgegenwirken.

Für Haus- und Grundstücksbesitzer wird es im nächsten Jahr etwas teurer. Nach ausführlicher Diskussion waren die Marktgemeinderäte dafür, die Hebesätze der Grundsteuer A und B und die Gewerbesteuer zu erhöhen.
Bislang lagen die Hebesätze der Gemeinde bei 300 Punkten und damit unter dem Landesdurchschnitt. Für die Grundsteuer A waren das 38 500 Euro, für die Grundsteuer B 345 000 Euro. Eine Anhebung auf 320 Punkten bei A und auf 340 Punkte bei B bringen Mehreinnahmen von 5133 Euro bei der Grundsteuer A und 46 000 Euro bei der Grundsteuer B.