Der neue Spielplatz der Gemeinde Igensdorf in Pommer ist fertig und soll am Sonntag, 25. Juni, im Rahmen einer Feierstunde ab 12.30 Uhr eingeweiht werden.

Wie Ortssprecher Rainer Straßgürtl erzählt, war ein Generationswechsel in einem ehemals landwirtschaftlichen Anwesen in Pommer der Auslöser dafür, dass der Markt Igensdorf Anfang 2015 ein Restgrundstück mit rund 460 Quadratmetern am südwestlichen Ortsrand von Pommer erwerben konnte.
Das Grundstück war damals geprägt durch eine steile, zugewachsene Hanglage, auf der ein altes, baufälliges Holzhaus mit Gewölbekeller stand - ganz anders jedenfalls, als man sich heute ein Spielplatzgrundstück vorstellt.

Im Vorfeld wurde festgelegt, dass das Holzhaus mit seinem Gewölbekeller weiterhin für den Spielplatz genutzt werden sollte.

Das Gelände aber musste für Nutzung als Spielplatz angepasst werden, was dank umfangreicher Baggereinsätze durch die Ausbildung von Geländeterrassen mit waagerechten Ebenen für die Aufstellung der Spielgeräte bewerkstelligt wurde.


90 Prozent Eigenleistung

Aufgrund dieser Geländestaffelung war es unabdingbar, die Ausläufer dieser Ebenen mit einer Hangbefestigung auszuführen, welche mit massiven Kalkstein-Mauersteinen ausgeführt wurde. Außerdem war es erforderlich, das bestehende, marode Holzhaus abzubrechen und eine neue Holzkonstruktion mit Dacheindeckung zu errichten. Diese Arbeiten, so Ortssprecher Straßgürtl, wurden zu 90 Prozent in Eigenleistung der Dorfbevölkerung ausgeführt.

Der Markt Igensdorf seinerseits hat mit seinen Mitarbeitern den Fundamentbeton für die Spielgeräte eingebracht, die Spielgeräte verankert, die Stahlunterkonstruktion einer Kletterwand montiert, eine zweite Fluchtwegöffnung in Form einer Röhre in den Gewölbekeller eingebaut, sowie ein Stahlkorsett am bestehenden Mauerwerk des Gewölbekellers angebracht.

Im Frühjahr 2017 haben die Mitarbeiter des Marktes die Zaunanlage gesetzt, diverse Stahlbauarbeiten (Geländer, Treppenpodest etc.) ausgeführt und einen Kiesboden in den Gewölbekeller eingebracht. Zwei ortsansässige Schreiner und ein Zimmermann brachten eine Fassadenbekleidung aus Lärchen-Rhombusleisten auf das Gebäude auf. Einer dieser Schreiner hat noch eine komplette Tischgarnitur mit Sitzbänken aus Eichenholz in Eigenleistung gebaut und für die Nutzung im Spielhaus gespendet.

Straßgürtl zufolge hat die Dorfgemeinschaft bisher rund 450 Stunden an Eigenleistungen erbracht. Vielen Frauen aus der Dorfgemeinschaft haben die Helfer mit kostenlosen Brotzeiten, Kaffee und Kuchen versorgt. Ein Landschaftsgärtner aus der Dorfgemeinschaft hat die Erd-, Bagger, u. Mauersteinverlegearbeiten zu äußerst günstigen Konditionen unter Mithilfe aus der Bevölkerung abgearbeitet. Straßgürtl selbst hat für die Planung des Spielplatzes mit einer Mitarbeiterin, für die Ausschreibung, Angebotseinholung u. -prüfung, Bauleitung und aktive Mithilfe über 300 Stunden Arbeit investiert.

Bürger aus der Dorfgemeinschaft Pommer, sowie einige Unternehmen und Banken haben über 10 000 Euro für die Errichtung dieses Spielplatzes gespendet.


Alle Generationen beteiligt

Der Ortssprecher erinnert sich, dass bei den Eigenleistungen durch die Dorfgemeinschaft vom 16-jährigen Jugendlichen bis zum 88-jährigen Senior alle Generationen im Einsatz waren. Das bedeute, "dass die Identifikation mit diesem Spielplatz in der Dorfgemeinschaft sehr hoch ist und er als unser aller ,Spielplatz Wummerland' angesehen wird".