Im Dorfzentrum endete der bunte Zug, der von den "Kunreuther Bläsern" musikalisch begleitet wurde. Zum Abschluss trafen sich die Narren und ihre Fans im nahe gelegenen Bürgerhaus. Dort trat die Heiligenstadter Garde und die Purzelgarde aus Dobenreuth ein letztes Mal auf.
Vor 14 Jahren hat alles mit bescheidenen 40 Teilnehmern begonnen. Gruppen, wie das Dobenreuther Männerballet oder die Band "Standing Ovation" sind mit dem Fasching in Dobenreuth gewachsen. Seit zehn Jahren gibt es nun den Umzug. "Er war wieder gigantisch" freut sich Marion Turnwald, die "Mutter des Dobenreuther Faschings". Das Erfolgsgeheimis: Es ist wohl die ganz besondere Stimmung in dem kleinen Dorf, vermutet sie. Alle helfen mit. So gibt es auch keine Nachwuchssorgen.

Umliegende Orte wachsen zusammen


Erst einmal verspürt Marion Turnwald Erleichterung. Die Last der Verantwortung ist von ihr abgefallen. Ein anspruchsvolles Programm liegt hinter ihr. "Ich bin einfach begeistert", bekennt sie und lehnt sich entspannt zurück. "Mir gefällt ganz besonders, dass die umliegenden Orte von Kunreuth bis Hausen auf diese Weise so gut zusammenwachsen."
Dazu freut sie sich, dass die junge Purzelgarde, die zum ersten Mal auftrat, so gut angekommen ist. Johannes Schmitt, zuständig für den Betrieb des Bürgerhauses, ist ebenfalls zufrieden. Sehr friedlich seien die Tage verlaufen, trotz echter Partystimmung. Es gab keine Exzesse. Schmitt fand den Faschingszug heuer besonders farbenfroh.
Burgfräulein Katrin Batz aus Wiesenthau, gebürtige Dobenreutherin, war heuer das dritte Mal beim Zug dabei. "Es ist einfach verdammt gut hier. Man kann Dobenreuth mit keinem anderen Faschingsort vergleichen", stellt sie begeistert fest.