Die seit Ende letzten Jahres laufenden Fusionsgespräche der Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg und der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach sind beendet worden, es wird keine Fusion geben.

Wie die VR Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg per Pressemitteilung bekannt gibt, seien in den vergangenen Monaten intensive und konstruktive Gespräche geführt worden. In diesen Gesprächen sei die grundsätzliche Sinnhaftigkeit eines Zusammenschlusses bestätigt worden. Die gesteckten Ziele, die erwarteten Ertrags- und Kostensynergien sowie der deutliche Mehrnutzen für die Mitglieder und Kunden können durch einen Zusammenschluss jedoch nicht im angestrebten Umfang erreicht werden. Deshalb sind Vorstand und Aufsichtsrat beider Häuser übereingekommen, die Verhandlungen über einen Zusammenschluss nicht weiter fortzuführen.

Die VR Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg eG werde sich daher auf ihr bewährtes Geschäftsmodell konzentrieren: dezentrale Aufstellung vor Ort sowie Zusammenarbeit mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe.


Immense Kosten


VR-Direktor Rainer Lang kommentierte das Scheitern der angepeilten VR Franken Mitte folgendermaßen: Jedes Projekt sei von einer gewissen "Anfangsverliebtheit" geprägt. Da seien die Beteiligten "noch sicher gewesen, dass sich das rechnen muss".

Doch je tiefer die potenziellen Fusionspartner in das Projekt einstiegen, um so klarer sei geworden, "dass die Kosten immens" sein würden: "Auch deshalb, weil die Häuser doch sehr unterschiedlich aufgestellt sind. Die verschiedenen Interessenslagen waren nicht ausgleichbar", betont Rainer Lang. Enttäuscht sei er nicht, sagte der VR-Direktor: "Die erhofften Effekte waren einfach nicht erkennbar."