Scheinbar ratlos stand Pfarrer Werner Wolf auf der Theaterbühne vor dem Vorhang. 30 Mal habe ich sie schauspielern lassen, jetzt lassen sie mich sitzen", sagte er.
Der Saal der Begegnungsstätte von St. Laurentius war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Zuschauer harrten gespannt der Premiere des Luststücks "Gut versichert stirbt sich's leicht". Dabei handelt es sich um einen Dreiakter von Monika Szabady.
Natürlich ließen die Stars Pfarrer Wolf nicht in Stich. Sie kamen anders als sonst durch die Besuchertür und drängten sich vor zur Bühne. Dabei machten sie allerlei amüsante Feststellungen.


Besucher aus Holland und Berlin

Zunächst begrüßte Pfarrer Wolf, der seit 30 Jahren ohne Unterbrechung Regie führt, seine vielen treuen Gäste. Genauso lange kommt eine Gruppe aus Coburg, unter ihnen seine Mesnerin der evangelischen Kirche, nach Obertrubach zum Zuschauen.

Gäste aus Berlin oder Holland begrüßte er ebenso. Längst ist die Theatersaison in Obertrubach über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Entsprechend schnell sind die Vorführungen ausverkauft.
Im Stück vermisst Bäuerin Leni Breitwies (Katharina Brütting) ihren Mann Kilian (Stefan Häfner). Der ging auf einem Männerausflug verloren und hinterließ Schulden und Sorgen. Der vermeintlich gute Freund des Hauses, Tierarzt Andreas Mergel (Manuel Brütting) stellt sich sich als wahre Katastrophe heraus.


Ein plötzlicher Brief

Dazu gesellte sich die nervtödende Erbtante Agathe Breitwies (Theresia Dresel) sowie der Versicherungsvertreter Thomas Windling (Markus Habermann), der seinem Namen alle Ehre machte.
In der Not kam Lenis jüngere Halbschwester Nanni Moser (Katrin Schmitt) auf einen Plan. Die Haushaltshilfe Marlies Röschen (Sandra Röhrer) und der Knecht Walter Gurgel (Christian Habermann) haben derweil ihre ganz eigenen Sorgen.

Am Ende tauchte der Postbote (Pfarrer Werner Wolf) mit einem wichtigen Brief auf. Markus Habermann lief einmal mehr in seiner Rolle zur Höchstform auf, aber auch allen anderen Akteuren sprühen vor Spielfreude. Das Bühnenbild gestalteten Erwin Dresel, Fritz-Walter Reichel und Helmut Gebhard. Für die Technik zeichneten Mirco und Pascal Reichel verantwortlich. Als Souffleuse wirkten Jaqueline Heer, für die Maske sorgte Hedwig Karl.
Die ursprünglich geplanten acht Aufführungen waren schnell ausverkauft. Deshalb entschloss sich die Theatergruppe zu einer Zusatzvorstellung am Donnerstag, 7. Januar 2016 um 20 Uhr. Karten gibt es bei Mirco Reichel unter Tel. 09245/ 989042 .