Der THW Ortsverband Pirna besuchte den Patenortsverband Kirchehrenbach für ein gemeinsames Ausbildungswochenende in der Fränkischen Schweiz. Parallel dazu waren Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Forchheim und Kirchehrenbach zu Einsätzen im Rahmen der Flüchtlingshilfe gerufen worden.
Der erste Tag war zum Kennenlernen gedacht. Am Tag darauf machten sie sich mit einer Fahrzeugkolonne auf den Weg zu einem Steinbruch bei Gräfenberg. Der Eigentümer hatte ihnen die Erlaubnis gegeben, dort die Übung abzuhalten. Bereits die Kolonnenfahrt war Bestandteil der Übung, bei der die Kraftfahrer gefordert wurden.


Einweisung ins Gelände

Am Steinbruch angekommen wurden die Helfer von den beiden Zugführern der THW- Ortsverbände in das Gelände und die geplanten Einsatzstellen eingewiesen. Für die Übung hatten sich die Zugführer vier verschiedene Szenarien überlegt.

Im vorderen Bereich des Steinbruchs musste ein Zugang zur anderen Seite eines Gewässers herstellt werden. Hierzu baute eine Gruppe mittels dem Einsatzgerüstsystem (kurz: EGS) einen freitragenden Steg. Ein paar Meter weiter bereitete die zweite Gruppe die Ausrüstung für das Anheben einer Betonplatte vor. Bevor das jedoch begonnen werden konnte, mussten die Helfer eine Tauchpumpe zum Einsatz bringen, um die Betonplatte freizulegen. Auf einer höheren Ebene hatte eine dritte Gruppe ihren Einsatzort zugeteilt bekommen. Ihre Aufgabe bestand darin, eine Seilbahn zur tiefer liegenden Ebene zu bauen, um Ausrüstung und Material transportieren zu können. Bis in den späten Nachmittag übten die Helfer aus Sachsen und Franken zusammen im Steinbruch, bevor es wieder zurück zum Ortsverband nach Kirchehrenbach ging.

Für den Sonntag hatten die THWler aus Kirchehrenbach sich für ihre Gäste noch ein kulturelles Programm überlegt. Nach einem Besuch der Teufelshöhle gab es zum Abschluss ein gemeinsames Mittagessen mit den THW-Kollegen aus der Sächsischen Schweiz.

Während der Großteil der THW-Helfer aus Kirchehrenbach zusammen mit den Freunden aus Pirna geübt haben, waren am Freitag und Samstag je sechs Helfer der THW-Ortsverbände Forchheim und Kirchehrenbach mit einem Fahrzeuggespann in Bayern unterwegs. Sie hatten den Auftrag, Betten und weitere Ausstattung in Augsburg aufzunehmen und nach Schweinfurt zu transportieren. Am Sonntag konnten zwei weitere Helfer aus Kirchehrenbach nicht mehr beim kulturellen Teil des Besuchs der Kollegen aus Pirna teilnehmen, denn über das Wochenende hatte der Ortsverband einen weiteren Einsatzauftrag erhalten. Die Helfer lösten in Straubing bereits eingesetzte THW-Helfer ab und wurden zusammen mit anderen Organisationen wie DRK und Bundeswehr mit dem Auf- und Ausbau eines Teils der Gäubodenkaserne als Warteraum für 5000 Flüchtlinge sowie mit der Ertüchtigung für den Betrieb im Winter betraut.