Die Teilnahme ist für den Triathleten ein großer Erfolg. Denn neben dem Sport ist er mit 42 Wochenstunden Vollzeit berufstätig und kann deswegen sein Hobby nur auf Amateurbasis betreiben . "Ich trainiere wann immer es sich einrichten lässt. Da kann es schon einmal sein, dass ich in der Mittagspause im Freibad meine Bahnen ziehe", sagt der 30-Jährige. Mindestens 8 Stunden ist man bei so einem großen Triathlon unterwegs. Natürlich kommt man da an den Punkt bei dem einem alles weh tut. "Man muss sich eben durchbeißen. Ich mach mir in so einem Moment bewusst, wie viel Strecke ich schon geschafft habe und verdränge negative Gedanken."

Eine Art Lebenseinstellung


Denn der Kopf ist hierbei das entscheidende System.Aber ein Aufgeben kommt für den willensstarken Müller sowieso kaum in Frage. "Man trainiert ein dreiviertel Jahr auf dieses Highlight hin. Da verliert man nicht auf den letzten Kilometer das Ziel aus den Augen", erklärt der Hausener.
Der Triathlon scheint hier seinen Meister gefunden zu haben. Es gibt keine der drei Disziplinen, die dem Forchheimer vergleichsweise schwerer fällt. Während viele die Anstrengung eines solchen Wettkampfes abschrecken würde, scheint Müller regelrecht danach zu suchen. "Es reizt mich an meine Grenzen zu gehen und immer weiter zu machen. Das ist schon so eine Art Lebenseinstellung", erklärt Müller, der sich nur eine Trainingspause von sechs Wochen im Jahr gönnt. Bevor es dann im Oktober auf Hawaii los geht, stehen noch einige Trainingseinheiten und auch noch zwei Wettkämpfe für den SSV Forchheim in der Bundesliga an.
Gestern beim olympischen Triathlon der Männer konnte Jan Frodeno, Olympiasieger von 2008, als bester Deutscher einen guten sechsten Platz erkämpfen. Medaillenhoffnung Steffen Justus landete auf dem 16.Platz. Gold holte der Brite Brownlee. Weitere Informationen zu Frank Müller unter www.muellerfrank.info