Mäßig besucht war der politische Aschermittwoch der Freien Wähler (FW). Selbst drei Gemeinderäte der FW glänzten mit Abwesenheit. Es war der 33. politische Aschermittwoch in Gößweinstein, und es war der letzte, den der frühere Bürgermeister Hans Backer organisiert hatte.
Dass diesmal weniger kamen als in der Vergangenheit, lag wohl auch an der fehlenden Werbung, die Backer wegen Krankheit nicht wie gewohnt betreiben konnte.
Hauptredner des Abends war Landtagsabgeordneter Thorsten Glauber. Er sprach über die Landespolitik und die Ziele der FW in der kommenden Legislaturperiode. "Wir werden mindestens mit der gleichen Stärke wieder in den Landtag einziehen", gab sich Glauber vor der Landtagswahl im September selbstbewusst. Glauber selbst wird sich ebenfalls um den Wiedereinzug in den Landtag bewerben.
Studiengebühren nannte Glauber unsozial und ungerecht, denn in einem reichen Land wie Deutschland dürfe niemand durch das Raster fallen. Massiv kritisierte Glauber Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Es sei unglaublich in welcher Art und Weise dieser mit Menschen umgehe.

Landrat setzt auf Kooperation

Den Zustand am Bahnhof in Forchheim nannte Glauber "abenteuerlich". Frühestens 2017 bis 2018 müsse und werde der Bahnhof barrierefrei sein.
Glaubers Vater, Landrat Reinhardt Glauber (FW), ging anschließend noch einmal auf die Entwicklungen der Klinik Fränkische Schweiz in Ebermannstadt ein.
Von außen sei hier aus unterschiedlichen Interessenslagen heraus bewusst Verunsicherung gesät worden, klagte Glauber. Bewusst habe man nach dem Weggang von Thilo Penzhorn mit Uwe Möller-Ühlkau nur einen Übergangsgeschäftsführer eingestellt. Grundsätzlich setzt Glauber auf die Kooperation umliegender Kliniken.
Sowohl in Forchheim als auch im Landkreis Bamberg und auch mit dem Waldkrankenhaus in Erlangen.