Donnerstag Nachmittag wird es für 250 bis 300 Flüchtlinge in Forchheim einen kostenlosen Döner geben. Bereitgestellt werden die Drehspieß-Spezialitäten von Mehmet Ekici und seiner Frau Hatice, Inhaber von Memos Imbiss in der Bamberger Straße. Doch was verbirgt sich hinter der Idee des kostenlosen Döners?
Vom 24. bis 27. September wird in diesem Jahr im Islam das Fest Kurban Bayrami gefeiert. Aus diesem Anlass wird ein Tier geschlachtet und ein großer Teil der Opfergabe wird an bedürftige Mitmenschen sowie an die Familie verteilt.

Die Entstehungsgeschichte des Festes ist zurückzuführen auf den Propheten Ibrahim (Abraham). Nach muslimischer Überlieferung war Ibrahim bereit, seinen über alles geliebten Sohn Ismail (Ismael) zu opfern, um seine Glaubensprobe zu bestehen und seine Gottesliebe unter Beweis zu stellen.
Doch als Gott sah, dass Ibrahim treu war, beschwor er Ibrahim, seinen Sohn nicht zu töten und anstatt seiner ein Tier zu opfern. Aus diesem Grund, müssen alle Muslime, die finanziell in der Lage sind, zum Dank an diesen Festtagen ein Tier schlachten - zum Beispiel ein Schaf , eine Ziege, einen Ochse, oder auch ein Kamel. Was hierzulande wohl weniger der Fall sein wird. Der größte Teil des Fleisches wird gespendet, die Familie selbst behält nur den Rest.

Mehmet Ekici hat sich für diesen Tag etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Am Donnerstag möchte er zwischen 250 und 300 Flüchtlingen einen kostenlosen Döner in seinen Imbiss ermöglichen. Zusammen mit Katharina Langguth von der Stadt Forchheim, besuchte er am Mittwoch verschiedene Flüchtlingsunterkünfte und verteilte dort Gutscheine für jeweils einen Döner. Ab 14 Uhr können die Gäste dann kommen und ihre Gutscheine einlösen. "Die Flüchtling sind alles arme Leute, denen es finanziell sehr schlecht geht. Wir wollen ihnen durch unseren Feiertag eine Freude machen", erzählt der 54-Jährige.


Gutscheine werden verteilt

Die Gutscheine sollen gleichmäßig und ohne Vorurteile verteilt werden. "Wenn eine Familie aus Vater, Mutter und zwei Kindern besteht, dann bekommen sie insgesamt vier Gutscheine", erklärt er.

Der Geschäftsführer will am Freitag außerdem drei Lämmer auf türkische Art schlachten lassen und den größten Teil des Fleisches an zehn bis 20 Flüchtlinge verteilen, die selbst die Möglichkeit zum Kochen haben.
Vor der logistischen Herausforderung 200 bis 300 Menschen auf einmal zu versorgen hat der 54-Jährige keine Angst. Wenn Annafest sei, müssten sie auch eine große Menge an Menschen, mit wenig Personal versorgen, so Mehmet Ekici.


Internationale Hilfe

Während diesen Festes würden viele Muslime nach Mekka reisen, um dort zu beten und um Erlass der Sünden zu bitten. Auch in Mekka würden Opfertiere geschlachtet werden und ein Großteil dieses Fleisches, das aus mehreren Tonnen besteht, würde an bedürftige Menschen, zum Beispiel in Afrika versendet werden, erzählt der 54-Jährige.