Shades of Grey, Schattenbilder, gibt es nicht nur bei der Verfilmung des Kultromans um die SM-Beziehung des Milliardärs Christian Grey zur Studentin Anastasia Steele in den deutschen Kinosälen zu entdecken, sondern auch auf den Straßen in der Forchheimer Innenstadt. So vielfältig wie diese Bilder sind auch die Meinungen der Besucher des Erotik-Streifens (frei ab 16 Jahren), die von purer Begeisterung bis totaler Enttäuschung reichen.

Hype nicht nachvollziehbar

Den Hype, den der Film in vielen deutschen Städten auslöste, kann der Forchheimer Kinobetreiber Oskar Dengler nicht nachvollziehen. "Der Film läuft gut, aber an die Besucherzahlen von 'Honig im Kopf' kommt er bei weitem nicht heran." Selbst bei der Premiere von "50 Shades of Grey" im Union vor einer Woche seien die ersten Reihen des 447 Plätze fassenden Kinosaales leer geblieben. Einige Besucher hätten angerufen, um sich einen Platz reservieren zu lassen, aber das wäre nicht notwendig gewesen.

"Vielleicht war es auch das Faschingswochenende, das den einen oder anderen abgehalten hat, die Verfilmung des 70 Millionen mal verkauften Bestsellers anzusehen", vermutet Dengler. Es bleibe daher abzuwarten, wie sich die Besucherzahlen des vor allem von Frauen sehnlich erwarteten Films entwickelten, so der Kinobetreiber. Er weiß: "Üblicherweise fallen die Besucherzahlen in der zweiten Woche."

Dengler hat aber auch eine gute Nachricht für die Forchheimer Film-Fans: "Wer sich '50 Shades of Grey' ansehen will, bekommt sicher einen Sitzplatz. Auch ohne Vorbestellung."