von Roland Betz

Wer von der Innenstadt kommend die Klosterstraße stadtauswärts fährt, muss an der Baustelle am Kloster alle seine Sinne geordnet haben. Was muss er alles in die Reihe bringen? Er sieht die Kabelführung über der Straße mit dem riesigen Stahlgestell- gut, sie ist hoch genug, da besteht keine Gefahr. Ein provisorischer Fußgängerüberweg in Gelb muss schon mehr Beachtung finden; oft steht aber ein Lastwagen davor, der Material für die Baustelle anliefert. Hoffentlich huscht da niemand hervor.

Fenster wieder schließen, denn aus der Baustelle tritt ein Mords-Lärm heraus und Staub dazu. In der Gegenrichtung kommt ein Auto nach dem anderen, heißt, ganz rechts an der Baustelle anhalten, um dem Gegenverkehr nicht seine Vorfahrt zu nehmen. Für einen entgegenkommenden Lkw ist es trotzdem zu eng und er geht mächtig auf die Hupe. Endlich geschafft, man ist an der Baustelle vorbei.

Eigentlich wollte man ja hier gleich parken. Aber was sagen diese Schilder denn alle aus? Dürfen wir jetzt hier überhaupt parken, fragt der Fahrer seine Mitfahrer. "Hast du denn die Schilder da vorne nicht registriert?" Kopfschütteln! Bevor es zum Streit kommt, dreht man lieber nochmals eine Runde und fährt in die Tiefgarage auch wenn es dort ebenfalls recht eng zugeht.