EDV-Ausstattung, Medien- und Lüftungstechnik, Schreiner- und Malerarbeiten sind nur einige Punkte, die bei den Sanierungen der Georg-Hartmann-Realschule Forchheim und des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim Kosten verursachen. Über insgesamt acht Einzelpunkte musste der Kreisausschuss für Bau und Verkehr nun entscheiden.


Mehr als 700.000 unter Plan

Dabei konnte Bauingenieurin Stefanie Plötz den Kreisräten von einer Budget-Unterschreitung berichten. In konkreten Zahlen heißt das, die Generalsanierung der Georg-Hartmann-Realschule ist momentan 721.320, 22 Euro unter den veranschlagten 13,9 Millionen Euro.

Gerhard Amon (CSU) fragte daraufhin, ob am Ende wirklich mit einer Budget-Unterschreitung gerechnet werden könne. Die letzten Vergaben fehlen noch, doch Plötz sagte, sie sei optimistisch, dass auch diese Arbeiten im vorher gesteckten Rahmen bleiben und somit über 700.000 Euro gespart werden können.

Eine ganze Liste zum Thema Elektrotechnik-Nachrüstung wurde dem Gremium ebenfalls zur Absegnung vorgelegt. Richard Gügel (FW) bemerkte dabei vor allem den Einbau einer Alarmanlage, einen Sammelhalter für die Befestigung von Kabeln und Leitungen sowie die Ersetzung der Außenbeleuchtung. Er fragte sich und öffentlich auch Stefanie Plötz, ob diese Punkte vorher schlichtweg vergessen wurden oder was es damit auf sich habe.
Plötz erklärte, dass es sich dabei größtenteils um Erweiterungen handle, die nicht aufgrund von schlechter Planung hinzu gekommen seien. Die Alarmanlage für die EDV und ein Provisurium bei der Turnhalle zum Beispiel seien erst notwendig geworden, weil es mehrfach Diebstähle und Vandalismus gegeben habe. Die teure Technik in der EDV soll nun durch die Alarmanlage geschützt werden. Das Turnhallen-Provisorium sei aufgrund eines Vanalismusschadens notwendig gewesen. Insgesamt genehmigten die Kreisräte des Bau- und Verkehrsausschusses die Auftragsvergaben für die EDV-Ausstattung und die Medientechnik sowie die Nachtragsvergaben für die Lüftungstechnik, die MSR-Technik und die Elektrotechnik im Umfang von 500.848, 85 Euro.


Ehrenbürg-Gymnasium wird teurer

Auch die Sanierung des Ehrenbürg-Gymnasiums beschäftigt den Ausschuss schon längere Zeit. In der letzten Sitzung wurde nun über weitere Auftragsvergaben gesprochen. Im öffentlichen Teil wurden dabei Malerarbeiten und Schreinerarbeiten für die Flurverkleidungen beschlossen. Für 263.593, 33 Euro wurden die Malerarbeiten an die Firma Neller aus Bischberg und für 146.825, 77 Euro die Schreinerarbeiten an die Firma Thiel in Feucht vergeben.

Die Baumeisterarbeiten wurden in den nicht öffentlichen Teil verlegt. Grund hierfür war, dass das vorgeschlagene Angebot die Kostenberechnung um mehr als 100.000 Euro überschritt. Richard Gügel wollte Aufklärung, warum bei elf angeschriebenen Firmen nur zwei ein Angebot abgegeben hatten. "Bei so einer Erhöhung wird mir ganz schlecht", sagte er.

Plötz betonte, dass im Vergabegespräch die Kosten für die einzelnen Punkte hinterfragt wurden und sie deshalb davon ausgehe, dass es eine ordnungsgemäße Kalkulation sei, die von dem Würzburger Unternehmen Georg Göbel GmbH vorgelegt wurde.

Es war bereits die zweite Ausschreibung für die Baumeisterarbeiten. Dieses Mal sei das beste Angebot günstiger gewesen als bei der letzten Ausschreibung. Die aktuell gute wirtschaftliche Lage begründe aber, warum so wenig Firmen überhaupt Angebote abgegeben haben. Weitere Details sollten in der nicht öffentlichen Sitzung besprochen werden. Deshalb wurde auch über die Vergabe erst dort entschieden.

Nach der aktuellen Berechnung, so Plötz, werden die Bauarbeiten am Ehrenbürg-Gymnasium die ursprünglich frei gegebene Summe um 114.292,01 Euro überschreiten.