Auf das Gebäude selbst bezogen sowie auch auf das verwendete Material beging die Marktgemeinde Eggolsheim jetzt ein recht ungewöhnliches Richtfest. Während üblicherweise ein Zimmermann oben zwischen den hölzernen Dachsparren den Richtspruch vorträgt, hörte man in dem hauptsächlich aus Stahl bestehenden Informationspavillon an der Schleuse 94 den Metallbauer Hutzler mit seinem ausführlichen und sogar gereimten Text zum Richtfest.

Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) hatte zuvor seiner Freude darüber Ausdruck verliehen, dass das Projekt der Schleusensanierung. trotz langer und schwieriger politischer Diskussionen nun langsam seiner Vollendung entgegengehe.


178 Kilometer lang

Schwarzmann hob die Bedeutung dieser Schleuse für Eggolsheim hervor, die an der 178 Kilometer langen Kanalstrecke des Bereichs von Kehlheim die einzig begehbare ist.
Der Pavillon, der mit vielen Schautafeln und Erklärungen zum alten Ludwig-Donau-Main-Kanal ausgestattet wird, soll als zusätzliches Wahrzeichen und Alleinstellungsmerkmal der Marktgemeinde Eggolsheim in Zukunft auch Touristen anlocken. Er steht an genau jener Stelle des früheren Schleusenwärterhauses, das in den 1980er Jahren widerrechtlich abgebrochen worden ist.


130 Mitglieder

Die wichtigste und wertvollste Unterstützung für das Projekt Schleuse 94, so Schwarzmann, sei von Beginn an der Schleusenverein mit seinen inzwischen 130 Mitgliedern gewesen und deren Vorsitzender Stefan Pfister sowie der "Haupt-Schleusenwärter" Fritz Sitzmann. Auch Alfred Weiß aus Forchheim und Josef Urban, der ehemaliger Leiter des Bamberger Diözesanarchivs, waren mit einer Foto-Ausstellung und profunden Kenntnissen wichtige Männer des Anstoßes und der Ermutigung.

Den zahlreichen Richtfest-Gästen wurden alle Planer, Handwerker und die Geldgeber zumindest namentlich vorgestellt. Der Architekt Jürgen Schönfelder erzählte anschließend in einem angenehm persönlich gehaltenen Ton, mit wie viel auch für ihn Neuem und Besonderem er im Zuge des Schleusen-Projekts konfrontiert worden ist.