"18 Jahre ist eine lange Zeit, aber es ist mir kurzweilig vorgekommen." Das sagte der ehemalige Forchheimer Landrat Reinhardt Glauber (FW), als er bei der Mitgliederversammlung des Vereins Naturpark Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst von seinem einstimmig gewählten Nachfolger Hermann Ulm (CSU) verabschiedet wurde.

Die Versammlung selbst ging rasch über die Bühne und neben Ulm als neuem Naturparkchef wurden unter anderem der Bayreuther Landrat Hermann Hübner (CSU) als Zweiter Vorsitzender und der Pottensteiner Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU) als Schatzmeister im Amt bestätigt.

Zuschüsse werden weniger

Glauber gab noch einmal einen umfassenden Rechenschaftsbericht. Das Fördervolumen für Maßnahmen sei im Vergleich zu früheren Jahren rapide gesunken, bedauerte Glauber. Hatte es zum Beispiel 2003 noch bei 393 000 Euro gelegen, so flossen im letzten Jahr nur noch 109 000 Euro staatliche Zuschüsse in den Naturpark. Glauber ist der Meinung, dass die Kommunen die Eigenmittel nicht mehr bereitstellen können. Zudem seien früher die Felsfreilegungen umfangreicher gewesen, und außerdem hätten sich auch die Rahmenbedingungen für die Förderung von Maßnahmen geändert.

Glauber ermunterte jedoch die Bürgermeister, Förderanträge zu stellen, da momentan die Kassen des Staates sprudelten. Anders werde es schon 2015 aussehen, wenn die Schuldenbegrenzung des Freistaats in Kraft trete, so Glauber.

Ohne Unterbrechung

Der größte Wunsch des scheidenden Vorsitzenden war die baldige Schaffung eines durchgängigen Wanderleitsystems im gesamten Naturpark. Es gebe hier noch Gemeinden, die sich da vornehm zurückhalten. "Packen Sie es an", fordert Glauber. Man brauche nicht unbedingt 4000 Kilometer Wanderwege, sondern gute und qualifizierte Wege.

Im Jahr 2013 konnten in 23 Gemeinden Naturpark-Projekte durchgeführt werden, von denen 18 abgeschlossen sind. Dieses Jahr haben schon 24 Gemeinden ihre Förderanträge gestellt.

Umfangreiche Maßnahmen

Die sechs "Großbaustellen" in diesem Jahr sind die Instandsetzung des Fränkischen Gebirgswegs beim Schloss Plankenfels, die Sanierung des Wanderwegs am Wasserfall der Moritzkapelle, die Instandsetzung der Karl-Brückner-Anlage in Gößweinstein sowie die Neubeschilderung der Wanderwege in Pottenstein, Ebermannstadt und im Ahorntal.

Das neue Naturparkinformationszentrum hat sich etabliert. Die Kletterkonzepte der Fränkischen Schweiz - das erste wurde 1992 umgesetzt - haben inzwischen europaweit Vorbildcharakter, so Glauber. Nach über 20 Jahren intensiver Arbeit ist die Erstellung aller Kletterkonzepte im nördlichen Frankenjura abgeschlossen.

Über 1000 Felsen wurden begutachtet und in drei verschiedene Zonen unterschiedlicher Nutzung eingeteilt. Diese Leistung wird am 17. Oktober im Bürgerhaus von Pottenstein mit einem Festakt gewürdigt. Einstimmig verabschiedet wurde der Haushaltsplan 2014 mit einem Gesamtvolumen von gut 310  000 Euro.