Mit seinem Songtext "Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere..." hatte Schlagerstar Peter Alexander nicht ganz recht. Denn es sind doch ohne Unterschied die allermeisten, die sich an den süßen roten Kirschen erfreuen. Deren Ernte ist derzeit in vollem Gange ist.

Und mitten drin im mit etwa 600 Hektar größten zusammenhängenden Kirschenanbaugebiet Europas liegt die Marktgemeinde Pretzfeld. Die Zeit der Kirschernte bedeutet für die Erzeuger hier, schon sehr früh am Tag auf der Leiter zu stehen, um die süßen Früchte schnell in die bereitgestellten blauen Kisten zu bringen. Darin werden sie um die Mittagszeit beim örtlichen Obstgroßmarkt abgeliefert, um anschließend weiter über die Märkte an den Endverbraucher zu gelangen.

360 Tonnen Kirschen

250 aktive Erzeuger beliefern den Obstgroßmarkt in Pretzfeld, dessen Geschäftsführer Manuel Rauch in den etwa neun Wochen der Ernte eine Gesamtmenge von 60000 Steigen - das entspricht 360 Tonnen - erwartet.
"Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Erntemenge damit etwas geringer aus, was jedoch die Marktnachfrage dennoch befriedigt", so Rauch. Durch die lange Blütezeit sind die Kirschgrößen auf dem Baum sehr unterschiedlich. Die fehlende Winterfeuchte und auch das relativ trockene Frühjahr bescherten den Erzeugern in diesem Jahr auffallend viele kleine Früchte.

Wichtig für die Erzeuger ist eine Sortierung der Kirschen, denn Früchte mit weniger als 22 Millimeter Durchmesser fallen gnadenlos durch das Raster; sie gelten als schlicht nicht vermarktungsfähig. Derzeit sind die Erzeuger mit der Qualität ihrer Kirschen allerdings zufrieden. Große, knackige und intensiv-rote Kirschen entsprechen in der Regel den Vorstellungen der Endverbraucher.

Hohe Temperaturen

Wenn zudem noch die Klassifizierung "extra" für einen Durchmesser von mindestens 28 Millimeter vergeben werden kann, ist der Verkauf im Grunde eine sichere Bank.

In seinem idyllisch bei Hagenbach gelegenen Obstgarten ist derzeit auch Georg Nützel mit der Kirschernte beschäftigt. Wenn von den 43 Halbstamm-Kirschbäumen geerntet werden müssen, helfen selbstverständlich auch Ehefrau Helga und Sohn Rainer mit. Hatten es ihm früher die Kraftfahrzeuge angetan, hat sich der 74-jährige Kfz-Sachverständige i.R. nunmehr voll und ganz dem Kirschenanbau als Hobby verschrieben.
Die Ernte der Familie Nützel kann sich heuer sehen lassen, auch wenn durch die vergangenen hohen Temperaturen hier und da sogenannte Hitzeschäden zu beklagen sind. "Dagegen sind in diesem Jahr keine Frostschäden aufgetreten. Und mit Schädlingen wie der Kirschessigfliege haben wir ebenfalls keine nennenswerten Probleme bekommen" , freut sich Nützel.


Freitag, 17. Juli
um 18 Uhr Festauftakt mit den Leutenbacher Musikanten;
um 19 Uhr sticht die Pretzfelder Bürgermeisterin Rose Stark das erste Bierfass an;

Samstag, 18. Juli
ab 14 Uhr Festbetrieb;
ab 18 Uhr spielen die Ehrabocher Musikannten;

Sonntag, 19. Juli
um 9.30 Uhr katholischer Gottesdienst mit Pfarrer Florian Stark (bei schönem Wetter im Kellerwald, ansonsten im Festzelt);
anschließend Frühschoppen, bei dem für Unterhaltungsmusik der Musikverein Pretzfeld sorgt; großer Mittagstisch mit Schweinebraten und Klößen;
ab 16 Uhr spielen die "Regnitz Musikanten";

Montag, 20. Juli

ab 11 Uhr traditionelles Kesselfleischessen, Salzknöchla und Bratwürste;
ab 17 Uhr Festbetrieb;
ab 19 Uhr Musik mit den "Calimeros";

Dienstag, 21. Juli
Familiennachmittag zwischen 14 und 18 Uhr mit verbilligten Preisen;
ab 18 Uhr spielen die "Weilersbacher Musikanten" zünftige Unterhaltungsmusik;

Mittwoch, 22.Juli

ab 16 Uhr Festbetrieb mit Beisammensein im schönen Pretzfelder Kellerwald; ab 18 Uhr spielt der Musikverein Pretzfeld;

Bus
Der Sportverein Pretzfeld organisiert einen Pendelbusverkehr zum Kirschenfest-Parkplatz. Der Bus fährt täglich von 18 bis 0 Uhr. Am Samstag, Sonntag und Dienstag fährt der Bus bereits ab 16 Uhr. Der Bus fährt im Viertelstundentakt vom Festgelände in die Alt-Reuth und zurück. Um 18.30 und 19.30 Uhr fährt der Bus auch die Haltestelle in Hagenbach an;