Beim offenen Mittagstisch habe er schon vorbeigeschaut, erste Kontakte geknüpft, erzählten sich einige über Jacek Kikut. "Er ist ruhig, konzentriert und offen", beschreiben sie ihren ersten Eindruck vom neuen Pfarrer.
Kikut wurde jetzt vom Regionalbischof Ark Nitsche und Dekanin Berthild Sachs offiziell als neuer Pfarrer eingeführt. Die Gemeinde jetzt genau kennenzulernen, ist auch das Ansinnen Kikuts. "Ich möchte nicht kommen und revolutionieren, sondern schauen, was den Menschen hier wichtig ist und den Weg, den Gott für diese Gemeinde hat, suchen", sagt Kikut.

Sehr offen ist Kikut von den Hiltpoltsteinern empfangen worden. Die Umzugskisten standen im Pfarrhaus, die Laster waren gerade wieder abgerückt und die junge Familie hatte mit den Renovierungsarbeiten am alten Pfarrhaus begonnen, da hieß der Kirchenvorstand Kikut, seine Frau Eva und die vierjährige Tochter Hannah bereits willkommen. "Es ist ein schöner Ort für uns", ist sich Kikut sicher.


Abschied von Erlangen

Grußworte wurden in dem herbstlich dekorierten Gemeindehaus bei Orangensaft und Sekt, Kaffee und Küchle gesprochen. Es wurde auch viel geplaudert - mit und über den neuen Pfarrer, der in Königshütte geboren wurde, gerne liest, lange Strecken mit seinem Rennrad fährt und auch gerne läuft.

Aber beim Erlanger Stadtlauf in der vergangenen Woche war Kikut am Start. Es war gleichzeitig sein Abschied von der Stadt, in der er seelsorgerisch gewirkt hatte. Nun wird er künftig von der Kanzel der Matthäuskirche aus Gott den Menschen näherbringen und dazu nahe bei den Menschen leben.