Die Jugendblaskapelle St. Laurentius Obertrubach feiert ihren 25. Geburtstag und hat aus diesem Grund zu einem Festkonzert in den Saal der Arbeitnehmerbildungsstätte eingeladen. Es bedurfte keiner großen Werbung, um den großen Raum zu füllen.

Georg Habermann ist Vorsitzender des Vereins und wandte sich zunächst mit warmen Worten an Pfarrer Werner Wolf: "Wir wären heute alle nicht hier, wenn Sie vor 25 Jahren nicht so hartnäckig die Gründung verfolgt hätten." In seiner kurzen Ansprache wanderten auch die Gedanken von Werner Wolf zurück zu den Anfängen. Vor 25 Jahren habe der demographische Wandel nicht dieselbe Rolle gespielt wie er es heute tue. Der Beruf oder das Studium gehe inzwischen damit einher, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene ihre Heimat verließen.

"Nicht nur der PC, auch die Unterhaltung ist wichtig. Musiker, lasst Euch nicht entmutigen. Ich denke, auch der Segen Gottes ruht auf Euch", appellierte Wolf an die Jugendlichen, auch in Zukunft mit viel Engagement der Jugendblaskapelle die Treue zu halten.

Blasmusik ist "ehrlich"


Im März dieses Jahr hat Johannes Raum die musikalische Leitung der Jugendblaskapelle übernommen. Er gilt heute vielen als Glücksfall - menschlich, aber auch fachlich. Raum studiert seit zwei Jahren Musik an der Musikhochschule Nürnberg mit Schwerpunkt Saxophon. Blasmusik schätzt er. Sie sei ehrliche Musik.

"Es ist schwer, einen solchen Verein zu gründen, schwerer, ihn zu erhalten und noch schwerer, ihn auf diesem Niveau zu pflegen", stellte Erich Fiedler fest, der für alle Vereine der Gemeinde seinen Dank ausdrückte. Er dankte für die vielen Jahre der Begleitung. Vieles hätte man ohne die Jugendblaskapelle nicht so gestalten können. "Ihr wisst, ihr habt eine riesige Fangemeinde", gratulierte Bürgermeister Willi Müller mit Blick auf den voll besetzten Saal im Namen der Gemeinde.

Die Jugendkapelle vollbringe eine tolle Leistung und integriere junge Leute in der Musik. "Ohne Sie gäbe es keine Jugendkapelle. Sie haben auch immer wieder nachgeholfen", zollte er Pfarrer Werner Wolf seinen Respekt. Letztes Jahr hat die politische Gemeinde an die Jugendkapelle den Kulturpreis für ihr hervorragendes Wirken verliehen.

Die 30 Musiker nahmen das Publikum anschließend mit auf eine musikalische Reise. Mit Märschen, Balladen und Böhmischer Polka. Zum Träumen mit "Irish Dream" oder auch mit "When I'm Sixty-Four" von den Beatles.
Als die Jugendblaskapelle nochmals ihr ganzes Können zeigte, ging in der Mitte "unerwartet" der Dirigent "verloren". Natürlich musste Pfarrer Werner Wolf einspringen und zum "Schweinfurter Schützenmarsch" den Dirigentenstab übernehmen. "Ich habe die musikalischen Gene meiner Vorfahren in mir", lachte Werner Wolf.