Das launische Wetter war zunächst eine Zitterpartie für den Gesangverein Cäcilia Wiesenthau, der zum Sommerkonzert an den malerischen Dorfweiher einlud. Kurz vor Beginn hörte es aber auf zu regnen. Allein die Kulisse brachte jeden Heimatfreund ins Schwärmen: ein kleinerer und ein großer See, dazu eine Seebühne für die Auftritte, dahinter auf der Höhe das Schloss und die Pfarrkirche von Wiesenthau.

Ein Ziel des Konzerts sei es gewesen, die Chorarbeit vorzustellen, aber auch die Geselligkeit und das körperliche Wohl zu pflegen. Alle Musiker und Sänger hätten eines gemeinsam, den Menschen mit dem Verstand anzusprechen.

Die musikalische Gesamtleitung hatte Otto Wicht, gleichzeitig Dirigent des Gesangvereins in Wiesenthau. Bemerkenswert bunt und kurzweilig erwiesen sich die anschließenden Darbietungen. Mit Volksliedern wie "Nun leb' wohl, du kleine Gasse" oder das Fränkische-Schweiz-Lied blieben die Sänger von Wiesenthau der Heimat verhaftet. Die Umgebung untermalte die Stimmung dazu.

Ähnlich hielt es der Gesangverein Unter Uns aus Schlaifhausen mit bekannten Weisen wie "Das Wandern ist des Müllers Lust". Dirigiert von Christiane Weig begab er sich im zweiten Teil muskalisch nach Südamerika, brachte viel Bewegung auf die Bühne und bewies eine gelungene Abstimmung im Chor bei "Rama Lama Ding Dong". Mit großem Beifall begleiteten die Zuhörer die Beiträge vom Hans-Kobl-Oktett Riedenburg.


Zum Schluss alle gemeinsam

Sie traten passend gekleidet zu ihrem Repertoire auf und entführten die Zuhörer in die 30er und 40er Jahre, die Ära der Comedian Harmonists.

Nostalgie kehrte ein mit "Veronika, der Lenz ist da", "Irgendwo auf der Welt ist ein bisschen Glück" oder "Man müsste Klavierspielen können" waren einige der zahlreichen Beiträge. Melancholisch, lustig und bewegt präsentierten sich die Gäste aus Riedenburg. Mit Thomas Übelacker hatten sie auch den perfekten Klavierspieler und Leiter. Übelacker ist Realschullehrer für Deutsch und Musik.

Vor 23 Jahren verschlug es ihn von Weilersbach nach Riedenburg. Der Kontakt zur Heimat riss nie ab, der Auftritt war ein besonderer Höhepunkt. Das Oktett wurde gefeiert. Die Blaskapelle Wiesenthau/Schlaifhausen intonierte gegen Ende unter Leitung von Michael Wagner das nachdenkliche Musikstück "One Moment in Time". Als alle das Lied "Kein schöner Land in dieser Zeit" anstimmten, schloss ein vielseitiges Sommerkonzert.