Der Pottensteiner Stadtrat sprach sich einstimmig für den Erhalt der Norma am jetzigen Standort und für eine Erweiterung, auch von Stellplätzen, aus. Dass die Kreisstraße vor dem jetzigen Norma-Gebäude verlegt werden kann, halten die Fachbehörden für kaum realisierbar.

Der Eigentümer des Anwesens, auf dem das Norma-Gebäude steht, hatte für eine mögliche Erweiterung des Norma-Marktes bereits im letzten Jahr Pläne eingereicht, die die Stadt inzwischen von den Fachbehörden prüfen ließ. Das Ergebnis dieser Anhörung stellte Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) im Stadtrat vor und verwies auf das im Januar 2013 beschlossene Einzelhandels- und Fremdenverkehrsentwicklungskonzept. Dieses sieht eine Stärkung des zentralen Ortes Pottenstein zur Sicherung der Versorgung im gesamten Gemeindegebiet vor.

Die Regierung von Oberfranken hat aus städtebaulicher Sicht keine grundsätzlichen Bedenken gegen eine Erweiterung der Norma am jetzigen Standort. Würde allerdings die Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter werden, so müsste die Stadt einen Bebauungsplan für ein Sondergebiet "großflächiger Einzelhandel" aufstellen. Wegen des erhöhten Kundenaufkommens bei einer Erweiterung um 50 Prozent befürchtet das Landratsamt Bayreuth eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte des Dorf- und Mischgebiets.
Aus den Stellungnahmen ist zu entnehmen, dass eine Erweiterung grundsätzlich möglich wäre, jedoch der Ausweisung von Stellplätzen mit der Verlagerung der Staatsstraße und einer Überbauung des Haselbrunnbaches erhebliche Bedenken gegenüberstehen.