Beim 30. Bürger- und Heimatfest ist es so manchem Besucher nicht nur warm, sondern sogar richtig heiß ums Herz gewesen. Das lag aber nicht allein am Programm, das das Organisations-Team auf die Beine gestellt hatte. Das lag mindestens genauso an den Temperaturen über 30 Grad.

Davon von einem Besuch abhalten ließen sich aber nur die Allerwenigsten. Bereits zum Beginn waren 400 Zuschauer in das TSV-Brandbachstadion gekommen, wo sie beim Benefiz-Fußballspiel einen klaren 6:1-Sieg der Mannschaft der Ortsvereine über eine Auswahl aus Verwaltung, Markträte und Kirche sahen.

Weit wichtiger als das Ergebnis war allerdings, dass bei dem Spiel 900 Euro zusammengekommen sind. Das Geld kommt nun den beiden örtlichen Kinderkrippen zugute. Die angenehme Pflicht, das erste Bierfass anzustechen, meisterte Bürgermeister Heinz Richter (FWG) einigermaßen souverän. Einem fröhlichen Heimat-und Bürgerfest stand anschließend nichts mehr im Wege. Zwar bevölkerten die meisten Besucher die Budenstraßen und das Festpodium am Inneren Markt, den Zehnplatz mit seinem Kinderfahrgeschäften und den Brandbachgarten nur in den frühen Vormittags- und späten Nachmittagsstunden.

Der "Stegbeckgarten" aber mit seinen schattenspendenden Laubbäumen, den gemütlichen kleinen Imbissständen war bei den Besuchern dafür umso beliebter. Selbes galt auch für den Kolpinggarten, wo die Menschen die Hitze gut aushalten konnten.

Für jeden etwas dabei

Dass der Zuschauerandrang am Festpodium etwas zu wünschen übrig ließ, war wohl auch in erster Linie den hohen Temperaturen geschuldet.
Dort am Podium präsentierten Claus Bedernik und Ernst Wölfel ein abwechslungsreiches Programm. Es gab Tanzvorführungen, einen Auftritt der Leistungsturner und auch der Taek-Won-Do-Sportler.

Mittags im Museum

Da hatten es die Ausstellungsmacher in den meist klimatisierten Räume schon ein Stück angenehmer.
So zum Beispiel Herbert Roth in seinem sehenswerten Neunkirchner Heimatmuseum im ehemaligen Bahnhof. Oder auch die auf Aquarelle und Portraits spezialisierte Künstlerin Donatella Renn im Rathaus. Wahrscheinlich auch die Künstlergruppe aus der belgischen Partnergemeinde Deerlijk mit ihrer Töpferkunst in der Katharinenkapelle. Vom Felix-Müller-Museum im kühlen Gemäuer des historischen Klosterspeichers ganz zu schweigen.