Ganz im Zeichen der Feuerwehren stand das vergangene Wochenende beim "Tag der Feuerwehren" und bei der Segnung des neuen Löschfahrzeugs mit der Bezeichnung LF 10 durch die Pfarrer Peter Herbert und Florian Stark. Den Ehrensalut für das neue Rettungsfahrzeug schossen die Böllerschützen aus Störnhof und zur Unterhaltung der zahlreichen Gäste, darunter auch die Bürgermeister Christiane Meyer, Rose Stark, Helmut Krämer und Helmut Taut, spielte die Blaskapelle Unterleinleiter-Dürrbrunn auf.

Unterleinleiters Bürgermeister Gerhard Riediger, seines Zeichens auch Vorsitzender der "Laderer-Wehr" betonte, dass die Segnung des neuen Löschgruppenfahrzeugs ein ganz wichtiger Tag für seine aktiven Feuerwehrleute sei. Denn für die Wehr sei dies ein Schritt für die weitere Sicherstellung des Brandschutzes in Unterleinleiter und der technischen Hilfeleistung für die umliegenden Gemeinden.

Die Gemeinde Unterleinleiter hatte sich bereits 2014 auf den Weg gemacht, das fast 30 Jahre alte Löschfahrzeug LF8 durch ein moderneres Löschfahrzeug zu ersetzen. Der technische Zustand des Altfahrzeuges, vor allem die schwache Motorleistung, aber auch die nicht mehr zeitgemäße Ausrüstung, konnten mit den zunehmenden Verpflichtungen der Wehr nicht mehr Schritt halten. So hatten sich auch die Feuerwehrverantwortlichen des Landkreises Forchheim bereits mehrmals für eine Neubeschaffung ausgesprochen. Nun könne der schnelle rechtzeitige Einsatz weiter sichergestellt werden.


Sammelbestellung kommt billiger

Auch die Verkehrssicherheit für die eingesetzten Feuerwehrleute spielte für die Neuanschaffung eine wichtige Rolle, betonte Riediger. Die Gemeinde Unterleinleiter und der Markt Pretzfeld hatten im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit bereits 2014 einen Zuschussantrag für die Anschaffung eines baugleichen Feuerwehrautos gestellt.

Hinzu kam dann noch die Feuerwehr Niedermirsberg und so konnte eine Sammelbestellung für drei baugleiche Fahrzeuge getätigt werden, was einen zehn Prozent höheren Zuschuss für alle Fahrzeuge bedeutete. Gespart wurde auch an den Ausschreibungskosten, die unter den beteiligten Gemeinden aufgeteilt werden konnten, und vom Hersteller wurden zusätzliche Rabatte gewährt. Wie Riediger betonte, sei die Zusammenarbeit der drei Wehren in diesem Fall vorbildlich gewesen. "Ich halte das bei einem möglichen gemeinsamen Einsatz für sehr wichtig, weil man sich bereits kennt und weiß, mit wem man zusammenarbeiten muss", so Riediger. Das neue Fahrzeug sei zudem für junge Leute Motivation, bei der Feuerwehr mitzumachen.

Auch VG-Vorsitzende Christiane Meyer lobte die Zusammenarbeit und stellte fest, dass alle neuen Fahrzeuge auch dazu da sind, in den Nachbarkommunen schnelle Hilfe leisten zu können. Eines dieser drei neuen Fahrzeuge kostete gut 318 000 Euro und als Zuschuss gab es pro Fahrzeug 85 200 Euro.

Beim Feuerwehrtag konnte Riediger den früheren Kommandanten Konrad Leisner besonders ehren. Als Dank seitens der Kommune schenkte ihm Riediger einen Rundflug über die Fränkische Schweiz.

Für 40 Jahre aktive Dienstzeit konnte Roland Hauke ausgezeichnet werden und für 30 Jahre Günter Braungardt, Armin Daut und Michael Leitner.