Sie ist noch keine zwei Wochen im Amt, doch das "Pflichtprogramm", das Ferienprogramm für die Osterferien ist bereits unter Dach und Fach. Die Rede ist von der neuen Jugendpflegerin Heike Hümpfner (47).

"Ich freue mich auf die neue Arbeit. Da darf ich mich mit den schönen Dingen des Lebens befassen", erklärt die gelernte Sozialpädagogin, die seit 20 Jahren in Heiligenstadt wohnt. Bisher hat Heike Hümpfner nämlich viel mit Jugendlichen am Rande der Gesellschaft gearbeitet, hat bei "Brückla e.V." Jugendwohngruppen eingerichtet und betreut, hatte bei der Familienhilfe eher mit problematischen Berufsfeldern zu tun oder war in der Sozialarbeit im klinischen Bereich tätig. "Ich habe viel Konzeptarbeit gemacht und bin nun froh, wieder näher an den Jugendlichen zu sein", betont die Jugendpflegerin.

Komme leicht ins Gespräch

Ihr Alter sieht Heike Hümpfner eher als Vorteil. "Ich muss die Jugendlichen nicht erziehen. Ich bin Ansprechpartner, Unterstützer, Vermittler, Berater und Begleiter", umreißt die Jugendpflegerin ihr Aufgabenfeld. "Ich muss nur klar stellen, dass mich die Kids nicht mit ihren Eltern verwechseln. Aber da bin ich zuversichtlich, denn ich bin ein neugieriger, offener Mensch, der leicht mit anderen ins Gespräch kommt", beschreibt sich Heike Hümpfner.

Um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen, will Hümpfner erst einmal ein Netzwerk aufbauen. Am besten per Internet. So wird die neue Jugendpflegerin auf der Homepage der Stadt ausführlich vorgestellt. "Hinzu kommen die Kontaktdaten, so dass jeder mit in Verbindung treten kann", erklärt die Jugendpflegerin. Auch wenn der Jugendtreff vorerst geschlossen bleibt, hat Heike Hümpfner bereits in Erfahrung gebracht, dass es unter den Jugendlichen großes Interesse gibt, "etwas auf die Beine zu stellen." Konkret seien diese Überlegungen noch nicht, aber eine Gruppe von Achtklässlern vom Gymnasium Fränkische Schweiz habe sich bereits bei ihre gemeldet und Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert.

Jugendtreff wieder beleben

Langfristig sei es schon das Ziel, wieder einen Jugendtreff auf die Beine zu stellen, nennt Hümpfner einen ihrer Schwerpunkte. Erst einmal aber gehe es darum herauszufinden, welche Jugendlichen Interesse an einer Mitarbeit haben. "Erst wenn wir die Wünsche kennen, können wir das Angebot darauf abstimmen", erklärt Heike Hümpfner.

Grundsätzlich hält sie niederschwellige Angebote, wie einen Billardtisch, einen Kicker oder Dart für Möglichkeiten, die Jugendlichen dazu zu animieren, sich zu treffen. Auch Übungsräume für Musikgruppen und Möglichkeiten, eine Party zu organisieren seien grundsätzlich wünschenswert. "Aber wie sich das im Einzelnen gestalten wird, da müssen wir erst einmal abwarten", findet Heike Hümpfner.

Immerhin gebe es einen Jugendtreff, der zumindest als Zwischenlösung als Treffpunkt dienen könne. "Auch da kann man was machen", findet die Jugendpflegerin. Aber das hänge wieder vom Interesse ab.

Und dann müsse noch die Grundsatzdiskussion geführt werden, wie ein Jugendtreff von der altersmäßigen Zielgruppe her ausgelegt sein soll. Aber das werde sich zeigen. "Da haben wir hoffentlich noch ein wenig Zeit", findet Hümpfner