Am Netz-Entwicklungsplan Strom werde permanent gearbeitet, erklärte Abteilungsleiter Bauwesen, Frank Unkroth, den Mitgliedern des Kreisausschusses. Von der Gleichspannungsleitung mit einer Einflechtung in die ehemaligen Kernkraftwerk-Standorte Grafenrheinfeld und Gundremmingen sei der Landkreis nicht betroffen.
Der Netz-Entwicklungsplan zeige den grundsätzlichen Ausbaubedarf des Stromnetzes auf. Derzeit sei weder eine Verstärkung des Netzes von Altenfeld nach Grafenrheinfeld, die so genannte Trasse P44, noch die Variante durch den Landkreis Forchheim über Würgau, Gosberg und Neunkirchen am Brand nach Ludersheim (Nürnberger Land) gesetzlich festgeschrieben. Die Planungen indes würden aber aufrecht erhalten.


Realisierung unwahrscheinlich

Mit einer Verstärkung der Stromtrasse durch den Landkreis Forchheim sei auch deshalb nicht zu rechnen, so Unkroth, weil sich der Netzbetreiber Tennet gegen diese Variante ausgesprochen habe. Im Vergleich zur Leitung nach Grafenrheinfeld sei die Durchquerung des Landkreises Forchheim die deutlich längere Variante.


Am "Nein" festgehalten

Als Stellungnahme schlug Frank Unkroth den Mitgliedern des Kreisausschusses vor, am bereits gefassten Beschluss des Kreistages, der sich gegen einen Ausbau der Starkstromtrasse durch den Landkreis Forchheim wendet, festzuhalten. Es gelte zu verdeutlichen, dass der Landkreis weiterhin den als Alternative vorgesehenen Netzausbau durch den Landkreis Forchheim ablehnt. Es schade auch nicht, wenn sich die betroffenen Gemeinden wie Heiligenstadt, Eggolsheim, Weilersbach, Gosberg, Hetzles oder Neunkirchen am Brand in einer Stellungnahme der Argumentation des Landkreises anschließen, gab Unkroth den Kreisräten und Bürgermeistern mit auf den Weg. Einen formellen Beschluss in den jeweiligen Gremien der einzelnen Kommunen zum Thema Netz-Entwicklungsplan hielt Unkroth nicht für notwendig. Dies gelte sowohl für den Landkreis, als auch für die Kommunen. Auch auf Kreisebene hielt er eine Stellungnahme des Kreisausschusses für ausreichend.


Auf Nummer Sicher

Ganz auf Nummer sich gehen wollte in dieser Sache Kreisrat Edwin Dippacher. Er regte an, eine Kopie der Stellungnahme des Landkreises an die zuständigen Land- und Bundestagsabgeordneten zu schicken. "So etwas kann nie schaden", befand der Vorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion .