Ein großartiges Jubiläum mit Kreismusikfest ging am Sonntag zu Ende. Einigen der Niedermirsberger Musikanten waren die Strapazen ansehen. "Das ging früh um sechs Uhr los und dauerte bis die Letzten das Zelt verlassen haben. Das ergab dann zwei Stunden Schlaf", erzählte Sebastian Götz. Doch er fand: "Der Aufwand hat sich gelohnt."
Krönender Abschluss der Feierlichkeiten war der Umzug, zu dem 40 Vereine und etwa 1000 Festteilnehmer gekommen waren. "Das war super. Besonders der Getränkestand unterwegs", meinte Günter Lodes, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Buckenreuth. "Es war Ehrensache, dass Vereinsvertreter von uns mit marschierten", fand Lodes, der das große Zelt lobte.
"Man sieht, dass alles sehr liebevoll gemacht wurde. Und man merkt, dass die Niedermirsberger Blaskapelle viel Herzblut in die Dekoration, aber auch in die Organisation gesteckt hat", betonte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE). Außerdem freute sie sich, dass so viele Vereine gekommen waren: "Das hat auch was mit Respekt zu tun."
Auch am Freitag und Samstag waren viele Gäste gekommen. "Am Freitag bei "Justice" dürften es 500 Besucher gewesen sein", schätzte Sebastian Götz. Christiane Meyer wunderte sich, dass viele junge Leute gekommen waren. "Am Samstag bei den Hergolshäuser Musikanten waren es sogar 1200 Besucher, die von nah und fern gekommen sind", erzählt Sebastian Götz.
Der Aufstellung zum Festzug verliehen die Böllerschüsse der Pinzberger Schützen Nachdruck. "Die sind Freunde unseres Vereins", erzählt Ehrenvorstand Rudi Männlein. Er durfte den Umzug in einem Cabrio begleiten. "Das ist mir gar nicht recht. Da stehe ich so im Mittelpunkt. Das mag ich gar nicht", meinte Männlein. Doch die Kniegelenke wollten halt nicht, so dass sich Männlein dann doch überzeugen ließ.
Dann machte sich eine schier endlose Schlange von Musikern auf den Weg durch das Dorf. Nach dem Umzug versammelten sich die Musiker vor dem Zelt und spielten unter Leitung von Georg Maderer das "Apertum" von Thiemo Kraus und den Marsch "Wir grüßen mit Musik". Den Abschluss bildeten die Bayernhymne und die Nationalhymne.
Nach dem Einzug der Fahnenträger ins Zelt und der Rede der Vereinsvorsitzenden Helena Leikam begann der "gemütliche Teil". Rudi Männlein zeigte sich besonders berührt: "In meinem Alter werde ich so etwas nicht mehr erleben. Schön war's. Richtig schön."