Gibt es wirklich Zauberwesen? Für die "Musical Kids" der Musikschule Ebermannstadt ist das keine Frage. Sie präsentierten sich am Sonntag in der Aula der Mittelschule Ebermannstadt als Elfen, Zwergen, Gnome und allerlei andere Fabelwesen. Als Uraufführung spielten sie das Musical "Was ist los im Zauberwald?".

Die Geschichte behandelt die Unachtsamkeit und den verloren gegangenen Bezug der Menschen zur Natur und dem Wald. So sind nach einem Aufenthalt von Menschen im Wald zwei Zwerge im Müll gefangen. Zwei andere der kleinen Fabelwesen kleben an einem zurückgelassenen Kaugummi fest. Geschwind muss eine Lösung her. Und so begeben sich die Zwerge im Verlauf der Geschichte auf eine abenteuerliche Reise. Sie begegnen dabei vielen neuen Freunden. Darunter auch den Waldgeistern und Feen, mit deren Hilfe die Zwerge letztendlich befreit werden können.


Ein Regenbogen als Lösung

"Wir sind bei den Menschen in Vergessenheit geraten", stellen die Geschöpfe des Waldes fest. "Wie konnte das nur passieren?" Die Lösung: "Zeigen wir ihnen einen Regenbogen, um klarzumachen, dass wir noch da sind." Mit dieser Symbolik bringen die Kinder nicht nur eine schön erzählte Geschichte zu einem glücklichen Ende, sondern behandeln auch kindgerecht und für jeden verständlich das Thema Umweltschutz.

Ausgedacht und geschrieben wurde dieses Stück von Musikschulleiterin Kerstin Horz, die bereits nach Ostern angefangen hat, mit den Kindern an dem Stück intensiv zu arbeiten. Die Musik stammt urspünglich von Uli Führe (59), einem Komponisten, Chorleiter, Sänger, Musiker und Musikerzieher aus Lörrach. "Die Geschichte habe ich mir zusammen mit den Kindern überlegt, und die Lieder selbst auf die Musik von Führe geschrieben", erklärt Kerstin Horz aus Neunkirchen am Brand, die für die Proben viele Fahrten auf sich genommen hat.


Auch Eltern halfen mit

Die rund einhundert Zuschauer durften also in der Aula der Mittelschule Ebermannstadt der Weltpremierere von "Was ist los im Zauberwald?", umgesetzt von den jungen Darstellern zwischen fünf und 13 Jahren, beiwohnen. Die Kostüme und Bühnenbilder sind auch zum größten Teil selbst erstellt worden. Jedoch auch engagierte Eltern haben bereitwillig mitgeholfen, um diese Aufführung zu ermöglichen.

"Unglücklicherweise wird es erstmal die einzige Aufführung des Stücks bleiben", bedauert Kerstin Horz. "Aber ich überlege schon, ob wir es nicht doch noch mal aufführen können."

Wünschenswert wäre das allemal, insbesondere mit Blick auf die wichtige Botschaft des Musicals.