Der Gemeinderat Pretzfeld hat sich mit 14:1 Stimmen doch für eine Ausbauvariante des Stützbauwerkes an der Staatsstraße 2760 entlang der Trubach und der Schlossmauer entschieden. Dieser Ausbau soll den Fußgängern auf diesem Abschnitt ein Stück mehr Sicherheit bieten.

Er wird der Gemeinde einen voraussichtlichen Eigenanteil von etwa 51 660 Euro bescheren. Laut Staatlichem Bauamt Bamberg könnte der Betrag möglicherweise aber auch je nach der Ausschreibung auf 58 000 Euro steigen.

Im Gegensatz zu den bislang von der Bamberger Behörde vorgelegten Ausbauplänen mit einem 1,75 Meter breiten Gehweg samt Geländer sieht die jetzt vom Gremium verabschiedete Bauart zusätzlich die Errichtung eines Schramm-/Hochbords vor: Diese höheren Bordsteine bescheren den Fußgängern eine größere Breite von einem Meter. Sie dürften die Verkehrssicherheit auf diesem unübersichtlichen Abschnitt der Staatsstraße erhöhen.

Ein Holmgeländer muss her

Wie der Experte vom Staatlichen Bauamt in der Gemeinderatsitzung ausführte, werde man das Geländer entlang des Gehweges zur Vermeidung von Sichtbehinderungen und Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit als Holmgeländer ausführen. Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Öko) ergänzte, dass das Bauamt die Ausschreibung noch bis Ende 2015 vornehmen wolle. So könne die Gemeinde die Baumaßnahme selbst im kommenden Jahr durchführen, was allerdings mit einer zeitweisen Vollsperrung dieser vielbefahrenen Verbindung von Pretzfeld zur Einmündung in die B 470 einhergehen dürfte.

Im weiteren Verlauf lehnte der Marktgemeinderat eine Bauvoranfrage auf Errichtung eines Einfamilienhauses wegen der Lage der beiden betreffenden Grundstücke "An der Trattach" gemäß der Hochwassergefahrenkarte der Regierungen von Unter-, Ober- und Mittelfranken sowie der Oberpfalz in einem Überschwemmungsgebiet mit 10:5 Stimmen ab. Wie das Marktoberhaupt dazu betonte, seien derartige Überschwemmungsgebiete in ihrer Funktion als Rückhalteflächen zu erhalten. Deren Bebauung könne auch in einer Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Kronach von Anfang diesen Jahres aus wasserwirtschaftlicher Sicht nicht zugestimmt werden. Ansonsten müsste mit Beeinträchtigungen Dritter gerechnet werden. Deshalb ist die Errichtung baulicher Anlagen in Überschwemmungsgebieten grundsätzlich untersagt.

Keine Parkplätze für Nikl-Bräu

Ein weiteres Reizthema stand mit dem Antrag der Nikl-Bräu auf Verpachtung von 15 Stellplätzen an der Schule oder einem ähnlichen öffentlichen Bereich im Ortsgebiet für die Dauer von fünf Jahren an. Nachdem der Rat dem Ansinnen des Brauerei- und Gaststättenbetriebes in der Juni-Sitzung unter Auflagen noch mit 11:1 Stimmen entsprochen hatte, entschloss er sich jetzt nach einer nochmaligen Begutachtung der Sachlage doch zu einer Ablehnung. Das Gremium verweigerte einer Bereitstellung der 15 Parkplätze im Bereich der Grundschule die Zustimmung.

Ausschlaggebend dafür war die Zahl der vorgeschrieben Stellplätze nach dem Umbau der Schule und Turnhalle. Die Versammlungsstättenverordnung schreibt bei einem Neubau alleine schon 120 Stellplätze vor. Selbst unter Berücksichtigung der Gebäude als Bestand wären immer noch 60 Stellplätze bei 200 Sitzplätzen in der Turnhalle die Auflage, auch wenn das Landratsamt Forchheim jetzt eine Ausnahmegenehmigung für nur noch 40 Stellplätze für die 200 Sitzplätze erteilt hatte. Diese Betrachtung und der Umstand, dass aufgrund der großen Entfernung von der Schule zur Gaststätte eine ausreichende Verkehrssicherheit nicht mehr als gegeben angesehen werden könnte, überzeugten letztlich das Gremium und veranlassten es zu der Ablehnung.